Jetzt wird es ernst für die Commerzbank. Unicredit hat heute das offizielle Übernahmeangebot gestartet und will die Beteiligung auf über 30 Prozent aufstocken. Die Italiener bieten den deutschen Aktionären ein Umtauschverhältnis von 0,485 Unicredit-Aktien je Commerzbank-Papier. Das entspricht einem Preis von 30,80 Euro pro Aktie.
Die Ausgangslage ist dabei klar. Unicredit hält bereits 26 Prozent direkt an der Commerzbank. Weitere 4 Prozent kommen über Swap-Geschäfte hinzu. Damit sind die Italiener längst der größte Einzelaktionär. Jetzt soll der Anteil weiter wachsen.
Das Angebot liegt rund 4 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Nicht gerade großzügig, aber auch nicht zu knapp kalkuliert. Unicredit rechnet damit, dass das Angebot im Mai startet und vier Wochen läuft. Genug Zeit für deutsche Investoren, sich zu entscheiden.
Commerzbank AG Aktie Chart
Keine Kontrollmehrheit geplant
Interessant ist, was Unicredit nicht vorhat. Die Italiener erwarten ausdrücklich nicht, die Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen. Das klingt nach einer bewussten Strategie. Man will Einfluss, aber keine vollständige Übernahme mit allen regulatorischen Hürden.
Mit 30 Prozent plus X hätte Unicredit eine starke Sperrminorität. Genug, um bei wichtigen Entscheidungen mitzureden. Zu wenig, um allein durchregieren zu können. Clever kalkuliert von den Italienern?
Für Commerzbank-Aktionäre stellt sich jetzt die Frage, ob 30,80 Euro ausreichend sind oder ob man auf mehr hoffen kann. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie viele Anleger das Angebot annehmen. Der Poker um Deutschlands zweitgrößte Privatbank geht in die heiße Phase.
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