Die Commerzbank zeigt sich weiterhin wenig begeistert von den Übernahmeavancen der italienischen UniCredit. Letztere legte kündigte kürzlich erstmals ein Übernahmeangebot an, dessen Wert sich rechnerisch auf etwa 30,80 Euro belief. Konzernchefin Bettina Orlopp sprach bei einer Investorenkonferenz am Dienstag wenig begeistert über eben jene Offerte.
Nach ihrer Ansicht sei es kein wirkliches Übernahmeangebot, sondern eher ein „technischer Schachzug“. Das Angebot bezeichnete die Commerzbank-Chef angesichts der Kursziele der Analysten als ausgesprochen niedrig. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell laut „MarketScreener“ bei 36,82 Euro und damit tatsächlich ein gutes Stück über dem UniCredit-Angebot.
Die Commerzbank will mehr Details
Mit Union Investment drängt ein weiterer Großaktionär zu Gesprächen mit der Unicredit. Dazu sei die Commerzbank laut Orlopp auch bereit, brauche zuvor aber auch genauere Details. Wünschenswert wären etwa Pläne zu Synergien, Fragen der Unternehmensführung, dem genauen Zeitverlauf und weiteren Fragen. Sofern UniCredit an diesen Stellen liefern kann, sei man auch zu Gesprächen bereit.
Nicht recht nachvollziehen kann Bettina Orlopp derweil, warum UniCredit lediglich ein Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle, nicht aber die Kontrolle über die Commerzbank anstrebt. Darüber hinaus machte sie noch einmal klar, dass der jüngste Schritt von UniCredit ohne vorherige Abstimmung geschehen sei.
Jetzt erst recht?
Commerzbank Aktie Chart
Nachlassen will die Commerzbank nicht und das eigene Wachstum weiter vorantreiben. Ein Hochtreiben des Aktienkurses war bisher die Kernstrategie im Abwehrkampf gegen UniCredit. Die Anteilseigner stehen für den Moment als die großen Gewinner da und die Aktie treibt es bereits weit über das Übernahmeangebot hinaus. Am Mittwoch ging es bis zum Vormittag um 5,3 Prozent auf 34,13 Euro aufwärt. Bei solchen Kursen ist es eher unwahrscheinlich, dass die Offerte von UniCredit breite Zustimmung erfährt.
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