Commerzbank-Aktie: Übernahmefantasie nimmt zu!

Die Commerzbank meldet historisch hohe operative Ergebnisse und eine deutlich gesteigerte Dividende. Gleichzeitig steht sie im Fokus eines Übernahmeangebots der italienischen UniCredit.

Auf einen Blick:
  • Operatives Ergebnis erreicht historischen Höchstwert
  • Dividendenvorschlag steigt auf 1,10 Euro je Aktie
  • UniCredit bietet freiwillige Übernahme an
  • Aktienkurs nähert sich Widerstandszone

Die Commerzbank-Aktie hat es geschafft, die Unterstützungszone zu halten und befindet sich aktuell auf dem Weg zu den alten Hochs. Die Rekordzahlen beflügeln die Entwicklung natürlich zusätzlich. Auch der Übernahmeeffekt rund um die UniCredit spielt dabei eine Rolle.

Das letzte Jahr spricht für die Commerzbank

Das vergangene Jahr verlief für die Commerzbank operativ so erfolgreich wie noch nie. Auf der Bilanzpressekonferenz im Februar meldete das Institut ein operatives Ergebnis von 4,5 Milliarden Euro, ein Anstieg um rund 18 Prozentgegenüber dem Vorjahr und gleichzeitig der höchste Wert in der Geschichte der Bank. Die Gesamterträge lagen bei 12,2 Milliarden Euro, was einem Plus von etwa zehn Prozent entspricht. Treiber waren vor allem steigende Provisionserträge sowie ein starkes Ergebnis der polnischen Tochter mBank S.A.

Unter dem Strich erzielte die Commerzbank einen Nettogewinn von 2,6 Milliarden Euro und übertraf damit das ursprünglich angepeilte Ziel von 2,5 Milliarden Euro. Bereinigt um Restrukturierungskosten in Höhe von 562 Millionen Euro lag der Gewinn sogar bei rund drei Milliarden Euro. Auch für Aktionäre fällt das Ergebnis positiv aus. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt die Bank eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr lag die Ausschüttung noch bei 0,65 Euro. Zusätzlich läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 540 Millionen Euro, das im Februar gestartet wurde und bis Ende März abgeschlossen werden soll.

Trotz der starken Zahlen wird die Diskussion um die Zukunft der Bank derzeit stark von Übernahmespekulationengeprägt. Mitte März kündigte UniCredit eine freiwillige öffentliche Offerte für die Aktionäre der Commerzbank an. Der italienische Bankkonzern hält bereits rund 26 Prozent der Anteile sowie weitere etwa vier Prozent über Total-Return-Swaps. Ziel des Angebots ist es, die Beteiligung über die Schwelle von 30 Prozent zu erhöhen und damit künftig flexibler über weitere Schritte entscheiden zu können.

Die geplante Tauschrelation soll bei etwa 0,485 UniCredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie liegen, was einem impliziten Wert von rund 30,80 Euro je Aktie entspricht. Dieser Preis liegt nur leicht über dem vorherigen Börsenkurs. Die Commerzbank reagierte umgehend und stellte klar, dass das Angebot nicht mit dem Institut abgestimmt sei. Vorstandschefin Bettina Orlopp betonte, dass die Bank weiterhin auf ihre eigenständige Strategie setze. Aus Sicht des Managements enthalte die vorgeschlagene Tauschrelation zudem keine echte Prämie für die Aktionäre.

Commerzbank-Aktie im Chart-Check

Die Commerzbank-Aktie hat nach dem neuen Hoch eine Korrektur gestartet, bei der sich mit den Tiefs eine Unterstützungszone zwischen 28,87 und 30,9 Euro gebildet hat. Im weiteren Verlauf ist der Markt erneut in diesen Bereich zurückgelaufen und konnte dort wieder Kaufkraft aufbauen. Aktuell bewegt sich der Kurs wieder in Richtung der vorherigen Hochs bei rund 36 Euro. Diese Hochs dienen momentan als Widerstand und könnten zu einer Abweisung führen. Sollte es dazu kommen, würde auf der Unterseite erneut die Unterstützungszone in den Fokus rücken. Ein Überschreiten der Hochs hingegen würde ein weiteres bullisches Signal darstellen. In diesem Fall könnte die Aktie die Hochs bei rund 39 Euro ins Visier nehmen. Das würde auch zur aktuellen Struktur im Chart passen, da diese weiterhin Long ausgerichtet ist und sich im kleineren Bild ein Aufwärtstrend etabliert hat. Hier die Commerzbank-Aktie im Tageschart.Commerzbank

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/N6jm7Dg8/

An der aktuellen Schwelle würde ich keine Position eingehen, da sich der Kurs aktuell sehr mittig zwischen den Zonenbefindet. Sollte die Aktie erneut an die untere Zone laufen und sich dort eine Kauf-Chance abbilden, könnte das eine Möglichkeit sein, auf weiter steigende Kurse zu setzen.

Sollte es hingegen an den Hochs beziehungsweise am Widerstand zu einer Abweisung kommen, könnte sich daraus eine kurzfristige Short-Chance mit dem Ziel in Richtung der unteren Zone ergeben.

Ihr Konrad

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