Commerzbank-Aktie: Die Übernahmepläne schreiten unaufhörlich voran!

UniCredit stockt Anteil an Commerzbank auf 38,87 Prozent auf. Das Management rät weiterhin vom Tauschangebot ab.

Auf einen Blick:
  • UniCredit erhöht Beteiligung auf fast 39 Prozent
  • Commerzbank-Vorstand lehnt Übernahmeangebot ab
  • Tauschangebot liegt unter aktuellem Aktienkurs
  • Aktionäre entscheiden über Zukunft der Bank

Die Führung der Commerzbank stellt sich weiterhin klar gegen eine Übernahme durch die UniCredit. Letztere lässt von ihren Plänen jedoch nicht ab und baut ihren Einfluss weiter aus. Wie einer Stimmrechtsmitteilung vom 26. Mai zu entnehmen ist, haben die Italiener ihre Beteiligung mittlerweile von zuvor 32,64 auf nun 38,87 Prozent ausgebaut.

Zusammen setzt sich der Anteil aus 26,77 Prozent in Aktien und 12,1 Prozent in Form von Total Return Swaps. Schon jetzt könnten die Stimmrechte ausreichen, um bei einer künftigen Hauptversammlung eine Mehrheit zu erreichen. Mehr scheint UniCredit für den Moment auch nicht anzustreben.

Commerzbank: Die Aktionäre entscheiden

Noch bis Mitte Juni läuft ein Angebot, welches Commerzbank-Aktionären im Austausch für eine Aktie je 0,485 Aktien von UniCredit in Aussicht stellt. Rechnerisch liegt dies deutlich unter den jüngsten Schlusskursen. Auch deshalb rät das Management der Commerzbank davon ab, sich auf das Angebot einzulassen. In Eigenständigkeit würden den Anlegern bessere Zeiten blühen, so das Versprechen.

Commerzbank Aktie Chart

Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass UniCredit seine Übernahmepläne fallenlassen wird. Auch eine Erhöhung des bisherigen Angebots bleibt im Rahmen des Vorstellbaren. Entscheiden können und werden letztlich nur die Aktionäre. Daran ändern auch Warnungen aus der Politik über mögliche Stellenstreichungen im großen Ausmaß wenig bis gar nichts.

Es bleibt bei der bisherigen Strategie

Im Abwehrkampf setzt die Commerzbank vor allem darauf, den Preis für UniCredit so weit wie möglich in die Höhe zu treiben. Rekordergebnisse aus dem vergangenen Jahr sind dafür ein fruchtbarer Boden. Bisher konnte jedoch nicht vermieden werden, dass die Italiener ihren Einfluss weiter ausbauen. Die größten Gewinner dürften weiterhin die Anleger bleiben.

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