Schritt für Schritt erhöht Unicredit ihren Anteil an der Commerzbank und treibt damit, gegen den Willen des dortigen Managements, die Übernahmepläne voran. Jüngst kauften die Italiener noch einmal zu und erhöhten ihren Anteil auf 26,77 Prozent. Über Finanzinstrumente besteht Zugriff auf weitere 3,22 Prozent, sodass insgesamt 29,99 Prozent zusammenkommen.
Gemeldet wurde ein Stimmrechtsanteil von 32,64 Prozent, worin offenbar noch eine Preisabsicherung in Höhe von 2,65 Prozent enthalten ist. Bei Überschreiten der 30-Prozent-Linie wäre ein Übernahmeangebot fällig. Eben jenes befindet sich auch bereits in der Vorbereitung und wird, so die Hauptversammlung zustimmt, voraussichtlich Anfang Mai offiziell vorgelegt.
Unicredit hat es mit der Commerzbank nicht eilig
Wie weit Unicredit es dann treiben möchte, ist noch nicht bekannt. Als sicher gilt aber, dass man (noch) unter der 50-Prozent-Schwelle bleiben möchte, um keine regulatorischen Prüfungen zu bekommen. Der mittel- bis langfristige Plan für eine Übernahme scheint jedoch noch immer verfolgt zu werden. Unicredit warb unlängst dafür und ließ wissen, dass Stellenstreichungen in einem solchen Szenario deutlich weniger drastisch wären, als die Commerzbank dies vermuten lässt.
Commerzbank Aktie Chart
An der Börse wird die Angelegenheit mit Spannung verfolgt und der nun schon seit 2024 andauernde Übernahmekampf bietet der Commerzbank eine hübsche Absicherung nach unten. Gänzlich befreit von den Marktsorgen ist der Titel aber nicht. Am Freitag ging es bis zum Vormittag um 1,9 Prozent auf 33,83 Euro abwärts.
Noch kein Ende in Sicht
Absehbar ist für den Moment, dass Unicredit von seinen Übernahmeplänen nicht ablässt und sich auch vom mittlerweile deutlich höheren Aktienkurs nicht abschrecken lässt. Ob und wie die Commerzbank auf die jüngsten Entwicklungen reagieren mag, das lässt sich wohl nur abwarten. Bisher bestand die Verteidigungsstrategie zu weiten Teilen daraus, den Kurs so weit wie möglich in die Höhe zu treiben.
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