Commerzbank Aktie: RBC senkt Kursziel auf 40 Euro

Symbolbild, KI-generiert

Die Bank erwarb in der Woche bis 9. Oktober knapp drei Millionen Aktien; RBC verweist auf Risiken durch UniCredits Pläne.

Auf einen Blick:
  • Wochenkäufe stiegen auf 2.987.942 Aktien
  • Seit September insgesamt 11.114.083 Aktien zurückgekauft
  • RBC senkte Kursziel auf 40 Euro
  • Quartalsergebnis für 5. November angekündigt

Die Commerzbank hat beim laufenden Aktienrückkauf mehr eigene Aktien erworben als im zuvor gemeldeten Wochenzeitraum. Das geht aus ihrer gestern veröffentlichten Kapitalmarktmitteilung hervor. Die Käufe dokumentieren die Fortsetzung des Programms. Für die Einordnung der Aktie stehen daneben die von Analysten benannten Risiken durch UniCredits Pläne und der angekündigte Ergebnisbericht im Fokus.

Mehr Aktien im Wochenvergleich erworben

Vom 5. bis einschließlich 9. Oktober kaufte die Commerzbank 2.987.942 eigene Aktien zurück. Damit lag die Stückzahl über derjenigen des vorangegangenen Berichtszeitraums.

Der Vergleich zeigt ein höheres Rückkauftempo gemessen an der Zahl erworbener Aktien. Er beschreibt allerdings die Durchführung des Programms und ist nicht mit einer neuen Ankündigung über dessen Umfang gleichzusetzen. Die Bank berichtete über bereits erfolgte Käufe.

Vom 28. September bis einschließlich 2. Oktober hatte die Commerzbank 1.871.048 eigene Aktien erworben. Diese Käufe hatte sie am 6. Oktober veröffentlicht.

Die jüngste Mitteilung setzt diese Folge regelmäßiger Rückkaufmeldungen fort. Für Anleger ist dabei die Unterscheidung zwischen Wochenaktivität und Gesamtfortschritt wichtig: Die Wochenzahl beschreibt einen einzelnen Abschnitt des Programms, die kumulierte Zahl dessen bisherigen Vollzug.

Seit dem 4. September bis einschließlich 9. Oktober summierten sich die Rückkäufe auf 11.114.083 Aktien.

Das Rückkaufprogramm liefert damit einen konkreten Anhaltspunkt für die Kapitalverwendung. Eine Aussage über die operative Geschäftsentwicklung lässt sich aus der Zahl zurückgekaufter Aktien allein dagegen nicht ableiten. Dafür ist der angekündigte Ergebnisbericht der nächste Unternehmensanker.

Rückkauf trifft auf vorsichtigere Bewertung

RBC Capital Markets stufte die Commerzbank am 2. Oktober von „Outperform“ auf „Sector Perform“ ab. Das Analysehaus senkte zugleich sein Kursziel von 43 auf 40 Euro.

Als Begründung nannte RBC höhere Risiken und eine schlechtere Berechenbarkeit durch UniCredits Pläne. Diese Einschätzung betrifft einen anderen Bewertungsfaktor als die Rückkäufe: Sie richtet den Blick auf Unsicherheit im Übernahmekontext und nicht auf die Durchführung des Kapitalprogramms.

Gestern schloss die Aktie mit einem Plus von 0,3% bei 38,07 €. Die moderate Tagesbewegung ist jedoch kein Beleg dafür, dass der Rückkauf die von RBC benannten Risiken aufwiegt.

Am 5. November ist die Veröffentlichung des Ergebnisses für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Bis dahin dokumentieren die Rückkaufmeldungen vor allem den Vollzug des Programms. Der Ergebnisbericht wird die operative Perspektive ergänzen, die für eine Bewertung über die Kapitalrückführung hinaus entscheidend ist.

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