Die Commerzbank hält an ihren operativen Zielen für das laufende Geschäftsjahr fest und setzt ihre Kapitalrückführung an die Aktionäre fort. Am Donnerstag bestätigte das Institut auf der Bank of America Financials CEO Conference seine Prognose für das Jahr 2026. Der Nettogewinn soll bei 3,4 Milliarden Euro liegen, während die Risikokosten mit 850 Millionen Euro kalkuliert werden.
Am Aktienmarkt zeigten sich die Anteilsscheine zuletzt gut behauptet. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 42,39 Euro. Damit liegt der Titel 2,2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 43,34 Euro.
Fusionsgespräche und Optionen für die HVB
Neben den operativen Finanzzielen bestimmt die künftige Eigentümerstruktur die Agenda in Frankfurt. Laut Reuters setzte das Geldhaus die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss mit der italienischen Großbank UniCredit fort.
In diesem Rahmen brachte Bettina Orlopp ein konkretes Szenario ins Gespräch. Demnach könnte die Commerzbank die deutsche UniCredit-Tochter Hypovereinsbank im Zuge einer Fusion gegen die Ausgabe eigener Aktien übernehmen.
Das UniCredit-Übernahmeangebot an die Commerzbank liegt vor über einem Monat zurück, seither legte die Aktie um 14,1 Prozent zu. Laut Reuters hatte sich die italienische Bank im Zuge ihres Vorgehens rechnerisch bereits nahezu die Hälfte des Stimmrechtskapitals an dem Frankfurter DAX-Konzern gesichert.
Finanzminister Lars Klingbeil übermittelte UniCredit-Chef Andrea Orcel Bedingungen für eine mögliche Transaktion. Zu den Kernforderungen der Bundesregierung zählen der Erhalt des Börsenlistings, der Verbleib des Unternehmenssitzes in Frankfurt sowie die fortgesetzte Finanzierung des deutschen Mittelstands.
Rückkaufprogramm verringert Zahl der Umlaufaktien
Parallel zu den Fusionsgesprächen treibt die Commerzbank ihre angekündigte Kapitalrückführung eigenständig voran. Unternehmensangaben zufolge erwarb die Bank zwischen dem 14. und 18. September insgesamt 1.976.889 eigene Anteile über die Börse.
Seit dem Start der aktuellen Tranche am 4. September summiert sich der Rückkauf damit auf 4.217.261 Papiere. Die eingezogenen Titel verringern das Angebot an frei handelbaren Aktien und stützen den rechnerischen Gewinn je Anteilsschein. Das Management unterstrich, dass sowohl die operative Strategie als auch die geplanten Ausschüttungen an die Anteilseigner unverändert Gültigkeit besitzen.
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