Seit einem Monat pendelt die Commerzbank-Aktie nun schon in einem sehr engen Kurskorridor zwischen 36,10 und 37,40 Euro. Was steckt dahinter und was muss passieren, damit dem DAX-Titel ein Ausbruch gelingt?
Was ist der Stand der Übernahme?
Damit der Commerzbank-Aktie ein Ausbruch aus der aktuellen Seitwärtsbewegung gelingt, muss die UniCredit ihr Übernahmeangebot erhöhen. Danach sieht es derzeit aber nicht aus.
Laut jüngsten Informationen wurden der italienischen Großbank weitere knapp elf Prozent der CoBa-Anteile angedient, sodass ihr Anteil an der Frankfurter Bank nun auf 37,7 Prozent gestiegen ist. Zusätzlich verfügt die UniCredit über Finanzinstrumente, mit denen sie ihren Commerzbank-Anteil noch erhöhen kann.
Am 16. Juni läuft das Übernahmeangebot der der Italiener für die Deutschen aus. Sie haben sich aber das Recht vorbehalten, das Angebot bis zum 3. Juli zu verlängern.
So könnte es weitergehen
Währenddessen dürfte UniCredit-Chef Orcel weiter in Deutschland dafür werben, Aktionäre auf seine Seite zu ziehen. Weitreichende Garantien, wie beispielsweise der Erhalt der Marke, Standortgarantien oder die Eigenständigkeit bestimmter Geschäftsbereiche könnte ihm dabei helfen.
Auch ein Rückzug des Angebots durch die UniCredit ist nicht völlig ausgeschlossen, wenngleich eher unwahrscheinlich. Dann könnte die italienische Bank allerdings ihre Beteiligung an der Commerzbank mit einem Milliardengewinn weiter veräußern.
Für die CoBa-Führung wird die Situation immer schwieriger. Mit ihrem aktuellen Anteilspaket verfügt die UniCredit über eine Sperrminorität und kann alle wichtigen Entscheidungen in Frankfurt blockieren.
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