Commerzbank-Aktie: Ist das der letzte Strohhalm?

Commerzbank investiert 600 Millionen Euro in KI bis 2030 und plant tausende Stellenstreichungen im Zuge der Neuausrichtung.

Auf einen Blick:
  • Rekord-Betriebsergebnis von 1,4 Milliarden Euro
  • 600 Millionen Euro KI-Investitionen bis 2030
  • KI-Agenten für autonome Prozessbearbeitung
  • Zusätzlicher Stellenabbau von 3.000 Stellen

Die Commerzbank hat kürzlich starke Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und gleichzeitig ihre Strategie bis 2030 weiterentwickelt. Das Betriebsergebnis stieg auf einen neuen Rekordwert von 1,4 Milliarden Euro. Kern der aktualisierten Planung ist eine deutlich stärkere Rolle von künstlicher Intelligenz.

Commerzbank-Aktie: 600 Millionen Euro für KI – ab 2030 jährlicher Wertbeitrag von 500 Millionen

Im Zeitraum von 2026 bis 2030 will die Bank kumuliert rund 600 Millionen Euro in KI investieren. Ab 2030 erwartet sie daraus einen jährlichen Wertbeitrag von rund 500 Millionen Euro.

Bereits heute steigern laufende KI-Anwendungen die Produktivität und Servicequalität des Geldhauses. Im Privatkundengeschäft wird aktuell ein KI-gestützter Prozess für das Beschwerdemanagement eingeführt. Im Risikomanagement nutzt die Bank das Modell „Hawk AI“, das große Datenmengen auswertet, um Geldwäsche und Finanzkriminalität präziser zu erkennen. Zudem unterstützt eine KI-gestützte Auswertung von Geschäftsberichten die Kreditanalyse und hilft, Risiken frühzeitig zu identifizieren.

Commerzbank-Aktie: KI-Agenten sollen ganze Prozesse übernehmen

Im nächsten Entwicklungsschritt plant die Commerzbank den breiten Einsatz sogenannter KI-Agenten – also autonomer Softwaresysteme, die komplette Abläufe eigenständig bearbeiten. Dazu zählen Kontowechsel, Dokumenten- und Identitätsprüfungen sowie die Vertragserstellung. Daneben erwartet die Bank, dass KI es ihr ermöglicht, rund 10 % ihrer Kapazitäten freizusetzen und teilweise neu einzusetzen, sodass Mitarbeiter im Vertrieb mehr Zeit für eine hochwertige Kundenberatung gewinnen.

Für Anleger ist der KI-Schwerpunkt ein wichtiges Signal: Die Commerzbank versucht, technologische Investitionen direkt in messbare Effizienzgewinne zu übersetzen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Institut auch den Übernahmeversuch der italienischen UniCredit abwehrt. KI-Agenten sind autonome Softwareprogramme, die ohne menschliches Eingreifen mehrstufige Aufgaben selbstständig erledigen können.

Commerzbank-Aktie: Stellenausbau wird offenbar intensiviert

Im Zuge der KI-Offensive und des Abwehrkampfs gegen die UniCredit will die Commerzbank laut Medienberichten weitere 3.000 Stellen abbauen, die zu den im Februar in Aussicht gestellten 3.900 Streichungen hinzukommen sollen. Damit will das Management offenbar zeigen, auch aus eigener Kraft die Effizienz und Profitabilität des Betriebs verbessern zu können.

Die UniCredit hatte zuvor betont, nach einer möglichen Übernahme der Commerzbank möglicherweise 7.000 Stellen zu streichen, um Margen und Gewinne zu verbessern.

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