Die italienische UniCredit lässt weiterhin von ihren Übernahmeplänen bei der Commerzbank nicht ab. Der jüngste Höhepunkt ergab sich, das ein Übernahmeangebot vorgelegt wurde, durch das der Anteil von UniCredit auf über 30 Prozent wachsen soll. Nichts geändert hat sich allerdings am Widerstand, welcher dem Unternehmen dabei entgegenschlägt.
Die Commerzbank selbst ist von den Plänen weiterhin wenig begeistert und zeigt sich zudem regelrecht genervt davon, dass UniCredit selten Klartext spricht. Nun schaltet sich auch der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) in das Thema ein. Jener übersendete sowohl dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein als auch Bundeskanzler Friedrich Merz einen offenen Brief.
Josef will Arbeitsplätze bei der Commerzbank sichern
Darin fordert Josef Wiesbaden und Berlin auf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles zu tun, um eine Übernahme der Commerzbank durch UniCredit zu verhindern. Er selbst sei zudem bereit, so weit es ihm möglich ist Unterstützung zu leisten. Verbunden ist die Aufforderung damit, tausende Arbeitsplätze bei der Commerzbank zu erhalten.
Die Commerzbank selbst befürchtet ebenfalls, dass im Falle einer Übernahme Stellenstreichungen im großen Stil die Folge sein könnten. Eine Reaktion aus Berlin scheint es auf das Hilfegesuch aus Frankfurt bislang nicht zu geben. Auch bei den Fortschritten von UniCredit gibt es bisher nichts Neues zu hören.
Die Commerzbank-Aktie hält sich
Commerzbank Aktie Chart
Die aktuelle Lage ist für die Commerzbank nicht ungefährlich, da Zinsängste den Aktienkurs zuletzt unter Druck setzten. Je weiter der Kurs fällt, desto attraktiver ist auch das bislang eher niedrige Übernahmeangebot von UniCredit. Bisher können die Bullen sich aber behaupten. Am Mittwochmorgen ging es um 2,4 Prozent auf 32,19 Euro aufwärts, sodass sich für Anleger ein Verkauf von Anteilen an UniCredit gegenwärtig schlicht nicht lohnt.
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