UniCredit kommt bei der Commerzbank einer möglichen Übernahme immer näher. Einfach werden die letzten Schritte allerdings nicht. Die Italiener haben sich inzwischen Zugriff auf nahezu die Hälfte des Kapitals gesichert. Für eine klare Kontrolle fehlen damit nur noch vergleichsweise wenige Anteile, doch gerade diese könnten schwer zu bekommen sein.
Commerzbank Aktie Chart
Sehr starke Ausgangsposition für die Aktie
Die Commerzbank-Aktie geht mit 42,25 Euro in die neue Woche. Am Freitag legte sie um 1,95 % zu. Der hohe Kurs verändert auch die Ausgangslage für UniCredit. Aktionäre haben weniger Anlass, ihre Papiere günstig abzugeben. Schon beim Übernahmeangebot im Sommer zeigte sich Zurückhaltung. Von institutionellen Investoren und Privatanlegern wurde nur ein kleiner Teil der Aktien angedient.
Hinzu kommt der Bund mit seinem Anteil von gut 12 %. Berlin lehnt einen Kontrollwechsel zwar nicht mehr grundsätzlich ab, stellt aber Bedingungen. Der Sitz in Frankfurt, das Mittelstandsgeschäft und die Rolle der Commerzbank bei der Finanzierung deutscher Unternehmen sollen erhalten bleiben. Damit geht es längst nicht mehr nur darum, wie viele Aktien UniCredit einsammelt.
Für die Commerzbank selbst hat die Übernahmefrage zugleich etwas an Gewicht verloren. Das operative Geschäft läuft stark, und das höhere Zinsniveau verbessert die Rahmenbedingungen für Banken. Nach der kräftigen Kursentwicklung sind allerdings auch die Erwartungen gestiegen.
Genau das macht die Aktie bei 42,25 Euro interessant. UniCredit ist weit gekommen, ohne die Commerzbank bereits zu kontrollieren. Weitere Anteile dürften schwieriger und möglicherweise teurer zu bekommen sein. Gleichzeitig muss die Bank an der Börse zunehmend mit ihren eigenen Zahlen überzeugen.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
