Der Bund hat das Tauschangebot von UniCredit offiziell abgelehnt. Die Begründung ist eindeutig: Das Angebot enthalte keine angemessene Prämie auf den aktuellen Commerzbank-Kurs. Die Aktie springt daraufhin auf 37,92 € — ein Plus von 4,29 % an einem einzigen Tag.
Berlin stellt sich quer
Die Finanzagentur des Bundes kritisierte das Vorgehen der italienischen Großbank als aggressiv. Der Bund hält rund 12 % an der Commerzbank und gehört damit zu den gewichtigsten Stimmen im Verfahren. Seine Ablehnung erfolgte kurz vor dem Ablauf der regulären Annahmefrist am 16. Juni 2026 — ein klares Signal mit Timing.
UniCredit hatte 0,485 neue eigene Aktien je Commerzbank-Aktie geboten. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank hatten das Angebot bereits zuvor abgelehnt und ihren Aktionären empfohlen, es nicht anzunehmen.
Annahmequote als nächste Messlatte
Reuters berichtete, UniCredit habe am letzten Tag der regulären Frist einen Anteil von 42,4 % erreicht. Das ist relevant, weil UniCredit vermeiden will, mit weniger als 50 % plus einer Aktie als kontrollierender Aktionär eingestuft zu werden. Dieser Status würde erhebliche Kapitalanforderungen auslösen.
Das endgültige Ergebnis der regulären Annahmefrist soll am 19. Juni 2026 veröffentlicht werden. Danach folgt eine weitere Frist — voraussichtlich vom 20. Juni bis zum 3. Juli 2026. Den Abschluss des gesamten Verfahrens erwartet UniCredit erst 2027, weil noch regulatorische Genehmigungen ausstehen.
Kurs nähert sich dem Jahreshoch
Der Kurssprung bringt die Aktie auf 37,92 € — nur noch 0,60 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,15 €. Über die vergangenen zwölf Monate hat die Aktie rund 39 % zugelegt. Sie notiert deutlich über ihren gleitenden Durchschnittswerten, der RSI von 61,5 zeigt erhöhte Dynamik, aber noch keine überkaufte Lage.
Kurzfristig hängt der Kurs an zwei Faktoren: dem Kursverlauf der UniCredit-Aktie — weil das Angebot als Aktientausch strukturiert ist — und der Annahmequote, die am 19. Juni gemeldet wird. Liegt sie deutlich unter 50 %, gerät UniCredits Übernahmestrategie unter Druck.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 17. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
