Erst am Montag kletterte die Commerzbank-Aktie fast auf ein neues Mehrjahreshoch, doch seitdem geht es mit dem Kurs bergab. Was zieht die CoBa-Aktie dieser Tage nach unten?
Drei Belastungsfaktoren
Seit Wochenbeginn belasten drei Faktoren den Kurs der Commerzbank-Aktie.
Zum Ersten sind es die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Der Wochenstart war an den europäischen Märkten von einer allgemeinen Risikoaversion geprägt. Die erneute Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran führte zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise und belastete den DAX insgesamt. Bankaktien wie die der Commerzbank reagieren besonders empfindlich auf makroökonomische Unsicherheiten, da diese potenzielle Kreditausfälle erhöhen und die Wirtschaftsdynamik bremsen könnten.
Zum Zweite belastete das Abkühlen der UniCredit-Übernahmefantasie den Kurs der Commerzbank-Aktie. Am Montag bekräftigte das Management der Commerzbank erneut ihre Eigenständigkeitsstrategie und wies ein feindliches Vorgehen der UniCredit zurück.
Da eine schnelle, einvernehmliche Übernahme (die oft mit hohen Aufschlägen für Aktionäre verbunden ist) nun unwahrscheinlicher erscheint, ziehen kurzfristig orientierte Anleger Gewinne ab. Analysten merken an, dass der Übernahmeaufschlag derzeit aus dem Kurs entweicht.
Und zum Dritten kommt zusätzlicher Druck von den sinkenden Renditen am Anleihemarkt. Da die Commerzbank ein sehr großes Kreditbuch im Privat- und Firmenkundengeschäft hat, ist ihr Gewinn stark von der Zinsmarge abhängig. Wenn der Markt beginnt, künftige Zinssenkungen durch die EZB stärker einzupreisen (was am Montag der Fall war), trifft dies die Commerzbank-Aktie meist härter als diversifiziertere Institute wie die Deutsche Bank.
Die Luft wird dünner
Die Luft für die Commerzbank-Aktie wird derzeit immer dünner. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die UniCredit bereit ist, ihr Angebot für die CoBa noch einmal nachzubessern.
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