Die Übernahmeschlacht um die Commerzbank erreicht die nächste Stufe. UniCredit hält mittlerweile fast 40 Prozent der Anteile. Das Frankfurter Management reagiert scharf und ruft die Finanzaufsicht BaFin auf den Plan. Der Vorwurf: ungewöhnliche Aktiengeschäfte der italienischen Großbank.
Betriebsrat plant rechtliche Schritte
Die Commerzbank lässt auffällige Transaktionen der UniCredit prüfen. Etwa 12,5 Prozent der Anteile stammen aus direkten Andienungen von Aktionären. Parallel dazu verschärft die Arbeitnehmerseite den Ton. Der Betriebsrat bereitet laut Berichten eine Anzeige vor und will das Vorgehen der Italiener juristisch anfechten.
Orlopp weist Drohungen zurück
Hinter den Kulissen eskaliert der Konflikt. Medienberichten zufolge drohte UniCredit dem Frankfurter Management indirekt. Die Italiener fordern ein Ende der Blockadehaltung. Vorstandschefin Bettina Orlopp wies diese Forderungen entschieden zurück. Sie pocht weiter auf die Eigenständigkeit der Bank.
Rückendeckung erhält Orlopp von der Bundesregierung. Berlin lehnt die Übernahme weiterhin ab. Währenddessen schließt UniCredit ein höheres Angebot kategorisch aus. Die Fronten sind absolut verhärtet.
Aktie nahe dem Jahreshoch
Anleger ignorieren das juristische Tauziehen weitgehend. Die Aktie schloss am Freitag bei 38,33 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter dem frischen 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein sattes Plus von über 35 Prozent auf der Anzeigetafel.
Die Frist für das Angebot läuft am 3. Juli 2026 ab. Am 8. Juli folgt das offizielle Endergebnis. Findet die BaFin tatsächliche Unregelmäßigkeiten, könnte der Zeitplan der Italiener kippen. Bis dahin bleibt das Marktumfeld extrem volatil.
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