Heute fließt Geld. Die Commerzbank zahlt ihren Aktionären 1,10 Euro je Aktie — eine Dividende, die gegenüber dem Vorjahr um knapp 70 Prozent gestiegen ist. Der Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2026 ließ daran keinen Zweifel: 99,88 Prozent der Stimmen votierten dafür.
Milliarden zurück an die Aktionäre
Die Gesamtausschüttung beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Rechnet man die bereits abgeschlossenen Aktienrückkäufe hinzu, ergibt sich eine Kapitalrückführung von etwa 2,7 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025. Das entspricht dem vollständigen Nettoergebnis vor Restrukturierungsaufwendungen — nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen.
Ein klares Signal, dass die Bank Kapital nicht hortet, sondern durchreicht.
Strategie hinter der Ausschüttung
Im Rahmen der „Momentum 2030″-Strategie plant die Commerzbank, die Kapitalrückgabe in den kommenden Jahren weiter zu steigern. Die Dividende soll künftig mindestens die Hälfte der Gesamtausschüttung ausmachen. Weitere Aktienrückkäufe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals hat die Hauptversammlung ebenfalls genehmigt — allerdings stehen diese noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Europäische Zentralbank und die Finanzagentur.
Das Ex-Dividenden-Datum war der 21. Mai 2026, wer die Aktie damals noch im Depot hielt, kassiert heute.
Die Aktie selbst notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 37,75 Euro und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 40 Prozent zugelegt. Mit einem RSI von knapp 80 ist die kurzfristige Dynamik allerdings deutlich überkauft — das dürfte technisch orientierte Investoren beschäftigen.
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