Coloplast schüttet heute eine neue Dividende aus. Der dänische Medizintechnikkonzern bleibt damit seinem verlässlichen Ausschüttungsprofil treu, obwohl die Aktie zuletzt unter Druck geraten ist und der Konzern mitten in einem strategischen Umbau steckt.
Die Zahlung erfolgt nach dem Ex-Dividenden-Tag am Montag. Je Aktie fließen rund 5 dänische Kronen, für ADR-Inhaber entspricht das etwa 0,7835 US-Dollar.
Aktie unter Druck
Der Kursverlauf zeigt, wie nervös der Markt auf die jüngsten Belastungen reagiert. Die Aktie markierte Mitte Mai ein neues 52-Wochen-Tief nahe 390 Kronen und liegt seit Jahresbeginn deutlich im Minus.
In Frankfurt notierte das Papier am Dienstag bei 54,00 Euro. Damit liegt es rund 24,5 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Der RSI von 80 deutet zugleich auf einen stark überkauften kurzfristigen Zustand hin.
Auslöser der Schwäche war vor allem eine Wertminderung von 3 Milliarden Kronen im Zusammenhang mit der Kerecis-Sparte. Das ist kein Cash-Abfluss, belastet aber die Wahrnehmung der Aktie spürbar.
Neuer Chef, neue Prioritäten
Die Dividende fällt in die ersten Wochen unter Gavin Wood als neuer Vorstandschef. Er muss die Strategie „Impact4“ umsetzen, die bis 2030 Produkte und Dienstleistungen für 4 Millionen Nutzer weltweit vorsieht.
Operativ läuft das Kerngeschäft weiter solide. Im Halbjahr meldete Coloplast ein organisches Wachstum von 6 Prozent und eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 26 Prozent. Die Marge und die hohe Eigenkapitalrendite von über 27 Prozent stützen den Ausschüttungsanspruch.
Trotzdem bleibt das Bild gemischt. Währungseffekte bremsten das ausgewiesene Umsatzwachstum im zweiten Quartal auf 2 Prozent. Zudem schwächelte die Sparte Wound & Tissue Repair mit einem Rückgang von 2 Prozent, auch wegen Produktrückläufen in China.
Analysten bleiben vorsichtiger
Auch die Analysten sehen den Konzern derzeit zurückhaltender. Citigroup, JPMorgan und Deutsche Bank haben ihre Kursziele zuletzt gesenkt und verweisen auf die unsichere Erholung im Wundversorgungsgeschäft.
Der Konsens liegt derzeit bei „Hold“. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 hält Coloplast an der Prognose fest: organisches Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent und ein EBIT-Anstieg in konstanten Währungen von rund 5 Prozent.
Im zweiten Halbjahr rückt nun vor allem die Entwicklung von Kerecis in den Mittelpunkt. Dazu kommt der Ausbau der Produktion in Portugal, der für mehr Stabilität im operativen Ablauf sorgen soll.
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