Coinbase-Aktie: New York zieht die Daumenschrauben an!

Die New Yorker Generalstaatsanwältin verklagt Coinbase und Gemini wegen unerlaubter Prediction Markets und Zugangs für Minderjährige.

Auf einen Blick:
  • New York verklagt Coinbase Financial Markets wegen Betrieb von Prediction Markets ohne Lizenz
  • Vorwurf: illegales Glücksspiel und Zugang für Minderjährige unter 21 Jahren
  • Robinhood fiel im Zuge eines Ansteckungseffekts, obwohl nicht direkt benannt
  • Jurisdiktionsstreit zwischen US-Bundesbehörde CFTC und Einzelstaaten verschärft sich

Letitia James hat zugeschlagen. Die Generalstaatsanwältin von New York reichte Klagen gegen Coinbase Financial Markets und Gemini Titan ein, und an der Wall Street war die Reaktion prompt: Coinbase führte den Rückgang an, Robinhood folgte, obwohl der Name Robinhood in den Klageschriften gar nicht auftaucht. Ansteckungseffekt nennt man das, wenn Anleger nicht warten, bis es sie trifft.

Was James eigentlich vorwirft

In den Klageschriften, eingereicht in Manhattan, lautet der Kern des Vorwurfs: Coinbase und Gemini haben Prediction Markets betrieben, sogenannte Event Contracts, ohne eine Lizenz der New York State Gaming Commission. Diese Wetten auf Sportergebnisse oder Wahlausgänge seien nach dem Recht des Bundesstaats schlicht illegales Glücksspiel. Dazu kommt ein zweiter Vorwurf, der politisch noch heikler ist: Beide Firmen sollen Nutzern zwischen 18 und 20 Jahren den Zugang ermöglicht haben, obwohl das Mindestalter für mobile Sportwetten in New York bei 21 Jahren liegt.

James fordert die Abschöpfung der angeblich illegal erzielten Gewinne, zivile Strafen von bis zu dreifacher Höhe dieser Beträge, und konkrete Korrekturen beim Zugang für Unter-21-Jährige sowie beim Marketing auf dem College-Campus. Das ist kein symbolischer Schuss vor den Bug.

Coinbase Global Aktie Chart

Wer hier eigentlich das Sagen hat

Dahinter steckt ein Machtkampf, der seit Wochen an Schärfe gewinnt. Die CFTC, die US-Bundesbehörde für Warenderivate, besteht auf ihrer ausschließlichen Zuständigkeit für bestimmte Prediction Markets. New York sieht das anders und behauptet, ein guter Teil dieser Produkte falle unter die staatliche Glücksspieldefinition. Wer am Ende recht bekommt, entscheiden wohl die Gerichte, und das dauert.

Prediction Markets als Wachstumsstory, vorerst

Genau das ist das Problem für Coinbase. Die Branche hatte Prediction Markets zuletzt als neuen Wachstumstreiber vermarktet, als nächste große Sache nach dem Krypto-Boom. Nun steht das Geschäftsmodell unter dem direkten Beschuss einer der aktivsten Staatsanwältinnen des Landes. Ob das Modell trägt, wenn es gleichzeitig in New York als illegal gilt und vor Bundesgerichten verteidigt werden muss, ist eine Frage, die sich Anleger gerade neu stellen. Robinhood hat die Antwort noch nicht, aber der Kurs hat schon reagiert.

Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:

Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)