Coinbase Aktie: New York gegen Event-Wetten

Ein New Yorker Gericht stärkt das Glücksspielgesetz des Bundesstaates gegen Prognosemärkte. Coinbase und die CFTC stehen vor rechtlichen Hürden.

Auf einen Blick:
  • Richterin lehnt Kalshi-Antrag ab
  • New York verklagt Coinbase und Gemini
  • CFTC streitet mit mehreren Bundesstaaten
  • Coinbase-Aktie gibt um zwei Prozent nach

Ein Gerichtsurteil aus Manhattan wirft Schatten auf Coinbase Financial Markets. Eine Bundesrichterin lehnte den Antrag des Prognosemarkt-Anbieters Kalshi ab, New Yorks Glücksspielgesetze per einstweiliger Verfügung auszuhebeln. Für Coinbase ist das mehr als eine Randnotiz — der Konzern steckt im selben Regulierungsstreit.

New York hatte im April Klagen gegen Coinbase Financial Markets und Gemini Titan eingereicht. Der Vorwurf: Beide Plattformen bewerben über ihre Event-Kontrakte im Kern Glücksspiel, ohne dafür lizenziert zu sein. Nur drei Tage später zog die US-Terminbörsenaufsicht CFTC nach und verklagte den Bundesstaat New York — sie beansprucht nach eigenen Angaben die alleinige Zuständigkeit für Derivatemärkte, zu denen auch Prognosemärkte zählen.

Die Manhattan-Richterin sah das anders. Sie argumentierte, New Yorks Interesse an Spielsuchtprävention und dem Schutz der Integrität von Sportwetten wiege schwerer als der Anspruch auf einheitliche Bundesregulierung. Kalshi hat gegen die Entscheidung bereits Berufung eingelegt. Die CFTC weitet ihren Konflikt mit einzelnen Bundesstaaten unterdessen aus — neben New York sind mittlerweile auch Arizona, Connecticut, Illinois, Kentucky, Minnesota, New Mexico, Rhode Island und Wisconsin betroffen.

Die Aktie reagierte verhalten und gab zuletzt um gut zwei Prozent auf 160,14 Dollar nach.

Politisches Kapital aus dem Krypto-Lager

Der Rechtsstreit trifft Coinbase in einer Phase, in der die Branche politisch so gut vernetzt ist wie nie. Das Krypto-PAC Fairshake hatte 2024 rund 200 Millionen Dollar in Wahlkämpfe gesteckt und damit maßgeblich zum Erfolg eines Stablecoin-Gesetzes sowie zu Fortschritten bei einem von Coinbase favorisierten Marktstruktur-Gesetz beigetragen. Der Schwenk der Branche in Richtung KI-Regulierung — neue PACs haben inzwischen mehr als 200 Millionen Dollar für die Zwischenwahlen 2026 eingesammelt — zeigt, dass dieses Modell nun auch auf andere Technologiefelder übertragen wird, in denen Coinbase selbst aktiv ist: Der Konzern baut parallel Infrastruktur für KI-Agenten auf, die eigenständig Zahlungen über Stablecoins abwickeln sollen.

Der Ausgang des Berufungsverfahrens dürfte darüber entscheiden, ob Coinbase Financial Markets sein Geschäft mit Event-Kontrakten in New York und den übrigen betroffenen Bundesstaaten fortführen kann — oder ob die CFTC ihre Position der alleinigen Bundeszuständigkeit gerichtlich durchsetzen muss.

Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 09. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)