Die jüngsten Quartalszahlen haben tiefe Spuren hinterlassen und rufen nun die Leerverkäufer auf den Plan. Während die Wetten gegen den Krypto-Börsenbetreiber ein historisches Hoch erreichen, sorgt der jüngste Bitcoin-Anstieg über 72.000 US-Dollar für plötzlichen Gegenwind bei den Short-Sellern. Das Unternehmen steht an einem strategischen Wendepunkt, der weit über den reinen Krypto-Handel hinausgeht.
Ein enttäuschendes viertes Quartal 2025 lieferte den Bären zuletzt reichlich Munition. Statt eines erwarteten Gewinns verbuchte das Unternehmen einen Verlust, getrieben von schwächeren Handelsvolumina und um 35 Prozent gestiegenen Betriebskosten. Infolgedessen verdoppelte sich die Leerverkaufsquote seit Jahresbeginn auf rund zehn Prozent. Laut dem Analysehaus S3 Partners markiert dies den höchsten jemals gemessenen Wert für das Papier. Die Experten stufen das Squeeze-Risiko mittlerweile als hoch ein. Ein plötzlicher Kursanstieg könnte die Leerverkäufer zwingen, ihre Positionen hastig aufzulösen.
Genau dieses Szenario deutete sich am Freitag an. Der Sprung des Bitcoins bescherte Krypto-Werten branchenweit Auftrieb. Einige Leerverkäufer sahen sich offenbar veranlasst, vor dem Wochenende Gewinne mitzunehmen oder Verluste zu begrenzen. Die Aktie ging am Freitag bei 171,02 Euro aus dem Handel. Dennoch summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf über 15 Prozent.
Coinbase Global Aktie Chart
Abkehr vom reinen Krypto-Geschäft
Um sich von den Schwankungen des Kryptomarktes unabhängiger zu machen, treibt CEO Brian Armstrong den Umbau zu einer universellen Handelsplattform voran. Seit Ende Februar bietet das Unternehmen US-Kunden den provisionsfreien Rund-um-die-Uhr-Handel mit traditionellen Aktien und ETFs an. Auch der Einstieg in Prognosemärkte durch eine Partnerschaft mit Kalshi unterstreicht diese Neuausrichtung.
Die Strategie zeigt erste messbare Erfolge. Die Einnahmen aus Abonnements und Dienstleistungen kletterten 2025 um 23 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber ist dabei die Beteiligung an den Zinseinnahmen des Stablecoins USDC.
Flankiert wird der Umbau von einem aufklarenden regulatorischen Umfeld. Die Einstellung des SEC-Verfahrens Anfang 2025 und der neue rechtliche Rahmen durch den sogenannten GENIUS Act in den USA schaffen Planungssicherheit. Parallel dazu treibt das Management die internationale Expansion mit neuen Lizenzen in Europa voran.
Mit Barreserven von über elf Milliarden US-Dollar und einem laufenden Aktienrückkaufprogramm verfügt das Management über ausreichend Kapital für den weiteren Umbau. Die Rekordpositionierung der Leerverkäufer trifft aktuell auf eine dynamische Bitcoin-Entwicklung und ein wachsendes Produktportfolio abseits des Krypto-Kerngeschäfts. Zwölf Produkte generieren mittlerweile jeweils über 100 Millionen US-Dollar Jahresumsatz und stützen die fundamentale Neuausrichtung des Konzerns.
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