Es ist bislang keine gute Handelswoche für die Coinbase-Aktie. Seit Wochenbeginn ging es für die Kryptohandelsplattform um 14 Prozent bergab. Damit fiel der Kurs fast auf ein neues 3-Monatstief. Was zieht Coinbase momentan so stark in den Kurskeller?
Zwei große Belastungsfaktoren
Es gibt dieser Tage zwei große Belastungsfaktoren für die Coinbase-Aktie. Zum einen ist es die negative Kursentwicklung des Bitcoins, die den Aktienkurs belastet.
Der nach wie vor wichtigste Kurstreiber – im Guten wie im Schlechten – ist für Coinbase das Handelsvolumen auf dem Kryptomarkt. Und genau dort herrscht derzeit extreme Katerstimmung.
Nachdem der Markt nach dem großen Crash Anfang des Jahres auf eine Stabilisierung hoffte, ist Bitcoin in dieser Woche erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 65.000 US-Dollar gerutscht. On-Chain-Daten signalisieren eine Fortsetzung der zermürbenden Bärenmarktphase. Die Folge: Kleinanleger ziehen sich komplett zurück, das Handelsvolumen bricht ein und Coinbase verdient deutlich weniger an Transaktionsgebühren.
Zum anderen kamen in dieser Woche Berichte auf, die das zukünftige Geschäftsmodell von Coinbase direkt angreifen. Es gibt Gerüchte, dass Coinbase erwägt, einer neuen Stablecoin-Plattform beizutreten, die von den absoluten Schwergewichten Stripe, Visa und Mastercard unterstützt wird.
Was nach einer guten Partnerschaft klingt, alarmiert die Anleger: Es stellt die extrem lukrative Umsatzteilungsvereinbarung mit Circle infrage. Coinbase verdient bisher massiv an den Zinserträgen des Stablecoins USDC mit. Dieser Vertrag steht im August zur Verlängerung an. Wenn die neue, mächtige Konkurrenz von Visa und Stripe den Markt für Stablecoin-Zahlungen aufmischt, droht Coinbase der Wegfall einer tragenden, vom Handelsvolumen unabhängigen Umsatzsäule.
Das ist die harte Realität
Coinbase leidet momentan unter der harten Realität, dass die Krypto-Umsätze nach wie vor extrem zyklisch sind. Wenn Bitcoin schwächelt und gleichzeitig traditionelle Finanzriesen wie Visa und Mastercard in den Stablecoin-Markt drängen, reagiert die Wall Street extrem empfindlich.
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