Die Aktie der Krypto-Handelsplattform Coinbase verzeichnet am heutigen Donnerstag einen deutlichen Kurszuwachs von 7,0 % und notiert bei 146,84 €. Damit setzt sich das Papier weiter von seinem 50-Tage-Durchschnitt ab, der bei 137,93 € verläuft. Maßgeblich für die positive Stimmung sind Berichte über hochrangige politische Gespräche sowie eine Erholung am Kryptomarkt, während das Unternehmen gleichzeitig seine internationale Infrastruktur umbaut.
Treffen im Weißen Haus und Krypto-Rally
Medienberichten zufolge traf sich Coinbase-CEO Brian Armstrong gestern gemeinsam mit weiteren Branchenvertretern mit US-Präsident Trump und Beamten des Weißen Hauses. Ziel der Gespräche war es, auf klarere Regeln für den Markt der digitalen Vermögenswerte zu drängen. Die Krypto-Industrie fordert seit Längerem verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen in den USA, um Rechtssicherheit für Handelsplätze und Anleger zu schaffen.
Flankiert wird der Kursanstieg von einer deutlichen Erholung bei führenden Kryptowährungen. Bitcoin kehrte in die Region von 65.000 US-Dollar zurück, nachdem er zuvor zeitweise im Bereich von 62.000 US-Dollar gehandelt worden war. Damit konnte die wichtigste digitale Währung erstmals seit dem 10. August eine bedeutende Widerstandszone zurückerobern, was das Handelsumfeld für Coinbase-Nutzer spürbar belebt.
Umbau der internationalen Derivate-Struktur
Parallel zur politischen Lage treibt Coinbase die technische Integration seiner Zukäufe voran. Das Unternehmen teilte mit, den internationalen Derivatehandel von der bisherigen International Exchange auf ein System umzustellen, das von der 2025 übernommenen Plattform Deribit betrieben wird. Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte Starbase-Matching-Engine. Der Abschluss dieser Migration ist für den 9. September geplant.
Im Zuge dieser Neuausrichtung plant Deribit zudem die Einführung von unbefristeten Terminkontrakten (Perpetual Contracts) für US-Aktien, ETFs, Rohstoffe und Pre-IPO-Werte, die am 31. August starten sollen.
Coinbase verspricht sich von der neuen Struktur eine Erweiterung des Angebots auf über 125 Kontrakte. Zudem konnte die Kostenstruktur für brasilianische Kunden optimiert werden: Die Gebühren für den Tausch von brasilianischen Real in den Stablecoin USDC wurden laut Unternehmensangaben um 85 % gesenkt.
Regulatorische Initiativen und Analysten-Einstufungen
Auf regulatorischer Ebene gab es zuletzt gemischte Signale. Am Dienstag stellte die US-Börsenaufsicht SEC einen Entwurf für eine „Regulation Crypto Assets“ vor. Dieser sieht unter anderem eine Ausnahmeregelung für Startups bis zu einem Volumen von 5 Millionen US-Dollar sowie einen geregelten Pfad für Angebote bis zu 75 Millionen US-Dollar vor.
Im Gegensatz dazu leitete der Stadtrat von New York am Montag eine Untersuchung gegen mehrere Handelsplattformen ein, darunter auch Coinbase. Dabei geht es um die Marketingpraktiken bei Prognosemärkten und die Frage, ob Werbung irreführend sein könnte oder gezielt junge Menschen anspricht.
Das Marktumfeld für Coinbase bleibt von den jüngsten Quartalszahlen geprägt. Ende Juli meldete das Unternehmen für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 359 Millionen US-Dollar, was deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Dennoch erreichte die Plattform mit 10,3 % einen Rekordwert beim weltweiten Marktanteil am Krypto-Handelsvolumen.
Vor diesem Hintergrund passten einige Analysehäuser ihre Einschätzungen an: Die Analysten von Cantor Fitzgerald senkten ihr Kursziel am 3. August von 250 auf 184 US-Dollar, während BTIG am 4. August die Einstufung auf „Buy“ belassen hat. Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass Brock Lawrence J seit dem 17. August nicht mehr als „Officer“ im Sinne der SEC-Regel 16a-1 geführt wird.
Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 20. August liefert die Antwort:
Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
