Cohen & Steers hat für März 2026 vorläufige Zahlen zum verwalteten Vermögen gemeldet, und die lesen sich nicht schön. Zum 31. März standen 93,1 Milliarden Dollar in den Büchern, nach noch 98,4 Milliarden Ende Februar. Das sind 5,3 Milliarden Dollar weniger in einem einzigen Monat.
Der Schuldige ist schnell gefunden. Marktabwertungen von 5 Milliarden Dollar haben dem New Yorker Spezialisten für Real Assets und Alternative Income zugesetzt. Dazu kamen Ausschüttungen von 323 Millionen Dollar. Nettomittelzuflüsse von 42 Millionen Dollar? Tropfen auf den heißen Stein.
Institutional Accounts besonders hart getroffen
Schaut man sich die einzelnen Segmente an, trifft es die Institutional Accounts am deutlichsten. Advisory-Mandate verloren allein durch Marktbewegungen knapp 1,4 Milliarden Dollar, Subadvisory-Mandate weitere 974 Millionen. Insgesamt schrumpften die Institutional Accounts von 38,5 auf 36,0 Milliarden Dollar.
Open-end Funds kamen immerhin auf 124 Millionen Dollar Nettomittelzuflüsse, doch auch dort fraßen Marktabwertungen von 2,2 Milliarden Dollar alles und noch mehr auf. Closed-end Funds blieben mit einem Zufluss von einer Million Dollar praktisch neutral, verloren aber 447 Millionen durch Marktbewegungen.
Cohen & Steers Aktie Chart
Das eigentliche Problem
Cohen & Steers ist spezialisiert auf börsennotierte Immobilien, Infrastruktur und verwandte Real Assets. Genau diese Segmente haben im ersten Quartal 2026 gelitten. Wer sein Geschäftsmodell auf Assetklassen aufbaut, die besonders zinssensitiv sind, bekommt eben jeden Gegenwind im Markt direkt in die AUM-Zahlen übersetzt.
42 Millionen Nettomittelzuflüsse bei 93 Milliarden AUM sind zudem kein Ausdruck von Vertriebsstärke. Das ist Stagnation. Immerhin kein Nettomittelabfluss, wird man bei Cohen & Steers wohl sagen. Stimmt. Viel mehr lässt sich dazu allerdings nicht sagen.
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