Während der Dow Jones am Mittwoch unter Verkaufsdruck geriet und um mehr als ein Prozent nachgab, zählte Coca-Cola zu den stärksten Werten im Index. Der Grund liegt in frischen Quartalszahlen, die den Getränkekonzern deutlich robuster zeigen als weite Teile des breiten Marktes.
Umsatz und Gewinn ziehen an
Im zweiten Quartal 2026 stieg der Nettoumsatz um rund 7 Prozent auf etwa 13,4 Milliarden Dollar. Organisch legten die Erlöse um circa 6 Prozent zu, das Absatzvolumen wuchs um ungefähr 5 Prozent. Getragen wurde das Wachstum vor allem von Indien, China, den USA und Brasilien.
Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,03 Dollar, ein Plus von rund 16 Prozent. Bereinigt lag der Wert bei etwa 0,97 Dollar — ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau.
Auch die Profitabilität verbesserte sich: Die operative Marge stieg auf rund 34,9 Prozent von zuvor 34,1 Prozent, bereinigt sogar auf circa 35,6 Prozent. Unternehmenschef Henrique Braun führte die Entwicklung auf die Anpassung an veränderte Konsumentenbedürfnisse und Marktanteilsgewinne im Segment alkoholfreie Getränke zurück. Regional zeigte sich allerdings ein gemischtes Bild: Während Coca-Cola in EMEA — darunter Deutschland — Marktanteile hinzugewann, verlief die Entwicklung in Asien-Pazifik uneinheitlicher.
Ausblick angehoben, JPMorgan zieht nach
Für das Gesamtjahr traut sich der Konzern nun ein organisches Umsatzwachstum von rund 5 Prozent zu — etwas mehr als bisher avisiert. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Management ein Plus von 9 bis 10 Prozent an, einen Prozentpunkt mehr als zuvor in Aussicht gestellt.
JPMorgan-Analystin Andrea Teixeira reagierte auf die Zahlen mit einer Anhebung des Kursziels von 90 auf 96 Dollar, die Einstufung „Overweight“ bleibt bestehen. Sie begründete den Schritt mit einer erneut starken operativen Performance und schraubte ihre Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 leicht nach oben.
Das wechselhafte Konsumumfeld, auf das Coca-Cola selbst verweist, bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die zweite Jahreshälfte. Die angehobene Prognose signalisiert jedoch, dass der Konzern trotz regionaler Unterschiede auf Kurs bleibt.
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