Die CK Group des Hongkonger Milliardärs Victor Li hat bei einem der größten Deals des Jahres auf etwas verzichtet, das sonst selbstverständlich ist. Keine einzige Investmentbank wurde als Finanzberater engagiert. Stattdessen wickelte ein internes Team zusammen mit der Anwaltskanzlei Linklaters LLP den Verkauf von UK Power Networks an Engie SA ab. Der Preis liegt bei 10,5 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 14,2 Milliarden Dollar.
Das ist bemerkenswert, denn bei solchen Summen verdienen die großen Banken normalerweise prächtig mit. Hier jedoch nicht. Victor Li hat offenbar genug Expertise im eigenen Haus, um auf teure externe Berater zu verzichten. UK Power Networks ist immerhin das größte Stromverteilungsnetz in Großbritannien. Ein Asset dieser Größenordnung verkauft man nicht mal eben so nebenbei.
Die Transaktion wurde am späten Mittwoch bekannt gegeben. Engie sichert sich damit einen strategisch wichtigen Zugang zum britischen Energiemarkt.
Millionen gespart durch internen Deal
Normalerweise kassieren Investmentbanken bei solchen Mega-Deals Gebühren in dreistelliger Millionenhöhe. CK Group spart sich das komplett. Das Geld bleibt im Konzern oder wandert direkt in neue Projekte. Eine clevere Entscheidung, wenn man das Know-how selbst mitbringt.
Für die großen Banken ist das natürlich ärgerlich. Ein Deal dieser Größe wäre ein gefundenes Fressen gewesen. Doch Victor Li zeigt damit auch, dass sich Konzerne nicht zwingend auf externe Berater verlassen müssen. Die interne Kompetenz reicht offenbar aus, um selbst komplexeste Transaktionen abzuwickeln.
Anleger dürfen gespannt sein, wie CK Group die freigewordenen Mittel einsetzt. Bei dieser Summe stehen alle Türen offen. Der unkonventionelle Ansatz könnte Schule machen, wenn andere Konzerne sehen, wie viel Geld sich sparen lässt.
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