Gleich vier Direktoren von City Holding haben am Freitag Aktien des Unternehmens gekauft. Die Käufe fallen in die Woche vor den Quartalszahlen, die für den 28. Oktober angesetzt sind. Die Beträge sind klein, das Muster ist trotzdem auffällig.
Vier Käufe zum gleichen Preis
Alle Transaktionen liefen am 23. Oktober zu 142,13 Dollar je Aktie und erfolgten im Rahmen eines Rule-10b5-1-Plans. Solche Pläne legen Käufe nach festen Regeln im Voraus fest. Sie sind damit kein spontanes Signal, sondern eher Routine.
Robert Fisher erwarb 165 Aktien für 23.451 Dollar und hält nun knapp 47.877 Titel. Diane Strong-Treister kaufte 120 Aktien für 17.055 Dollar. James Hoyer griff bei 100 Aktien zu (14.213 Dollar), Javier Reyes bei 95 Aktien (13.502 Dollar).
Zusammen kommen die vier Käufe auf gut 68.000 Dollar. Für eine Bank mit einem Börsenwert von rund 2 Milliarden Dollar ist das überschaubar.
Analysten heben das Ziel an
Rückenwind kommt von Keefe, Bruyette & Woods. Das Haus hob sein Kursziel von 135 auf 145 Dollar an und bleibt bei „Market Perform“. Als Argument nennt es die starke Einlagenbasis, die in diesem Marktumfeld als Wettbewerbsvorteil gilt. Die Bilanzsumme liegt bei etwa 6,7 Milliarden Dollar.
Die Aktie schloss am Freitag bei 142,01 Dollar, ein Minus von knapp einem Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 22 Prozent zu Buche. Das Jahreshoch liegt bei 149 Dollar und damit nicht weit entfernt.
Solide Bewertung, treue Dividende
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt rund 15,5, die Dividendenrendite etwa 2,8 Prozent. City Holding zahlt seit 25 Jahren ununterbrochen eine Dividende und hat sie 15 Jahre in Folge angehoben. Für Anleger, die auf Stabilität setzen, ist das ein belastbares Argument.
Am 28. Oktober legt die Bank ihre Quartalszahlen vor. Das neue Kursziel von 145 Dollar liegt nur gut zwei Prozent über dem Schlusskurs. Der Spielraum nach oben hängt damit stark davon ab, ob die Einlagenstärke auch in den Zahlen sichtbar wird.
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