Citigroup-Aktie: Starke Zahlen – maues Echo!

Citigroup übertrifft im ersten Quartal die Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn, erhöht jedoch gleichzeitig die Risikovorsorge. Die Aktie reagierte nur verhalten.

Auf einen Blick:
  • Q1-EPS von 3,06 Dollar übertrifft die Erwartungen um 0,43 Dollar
  • Umsatz von 24,63 Milliarden Dollar liegt 1,04 Milliarden über den Schätzungen
  • Umsatzwachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal
  • Buchwert je Aktie stieg auf 112,22 Dollar, plus 8 Prozent zum Vorjahr

Citigroup hat für das erste Quartal Zahlen vorgelegt, die sich sehen lassen können. Der Gewinn je Aktie lag bei 3,06 Dollar auf GAAP-Basis, das sind 0,43 Dollar mehr als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz kam auf 24,63 Milliarden Dollar, gut 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, und übertraf die Konsensschätzung um rund eine Milliarde Dollar. Wachstum lieferten alle fünf Geschäftsbereiche, dazu kamen positive Währungseffekte. Einzig das Segment Corporate/Other zog nach unten.

Das ist, auf dem Papier, ein ordentliches Quartal.

Risikovorsorge steigt trotzdem

Denn der Blick auf die Kreditrisikovorsorge trübt das Bild etwas. Citigroup stellte 2,8 Milliarden Dollar zurück. Netto-Kreditausfälle lagen bei 2,2 Milliarden Dollar, also 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Soweit, so gut. Gleichzeitig baute die Bank die Risikorückstellungen um 597 Millionen Dollar auf, begründet mit gestiegener Unsicherheit im makroökonomischen Ausblick und saisonalen Verschiebungen im Portfolio. Das ist kein Alarm, aber ein Signal, das man nicht wegdiskutieren sollte.

Citigroup Inc. Aktie Chart

Buchwert auf Kurs, Markt gähnt

Der Buchwert je Aktie kletterte auf 112,22 Dollar, ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der materielle Buchwert je Aktie lag bei 99,01 Dollar, ebenfalls 8 Prozent höher. Für eine Bank, die seit Jahren an ihrer Restrukturierung arbeitet, ist das ein solides Zeichen.

Und die Reaktion des Marktes? Plus 0,4 Prozent im nachbörslichen Handel. Citigroup schlägt auf der ganzen Linie, und die Aktie bewegt sich so, als hätte jemand im Nebenzimmer geniest.

Vielleicht liegt es an der Risikovorsorge. Vielleicht am makroökonomischen Ausblick, den die Bank selbst als unsicher bezeichnet. Oder daran, dass die Latte für Finanzwerte gerade schlicht sehr hoch liegt. Und vielleicht reagiert der Markt noch, wenn die Börsen in den USA öffnen. Jedenfalls erster Eindruck: Besser als erwartet reicht offenbar nicht mehr.

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