Die Berichtssaison beginnt, und Citigroup steht mit in der ersten Reihe. Am Dienstag, 13. Oktober, legt die Bank ihre Zahlen für das dritte Quartal vor. Sie reiht sich damit in einen dichten Terminreigen großer US-Finanzhäuser ein.
Die Aktie schloss am Freitag bei 129,64 Dollar, ein Plus von 1,22 Prozent. Nachbörslich ging es auf 130,00 Dollar weiter nach oben. Damit lag Citigroup im Mittelfeld der Bankenwerte: Goldman Sachs gewann 1,44 Prozent, Wells Fargo 1,85 Prozent, JPMorgan nur 0,47 Prozent.
Banken eröffnen die Saison
Neben Citigroup berichten am Dienstag JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo. Am Mittwoch folgen Bank of America, Morgan Stanley und BlackRock. Auch UnitedHealth und Johnson & Johnson legen am Dienstag Zahlen vor.
Für den Gesamtmarkt sind die Erwartungen hoch. Für die Unternehmen im S&P 500 rechnen Analysten im dritten Quartal mit einem Gewinnsprung von rund 30 Prozent. Die Wall Street schloss die vergangene Woche auf Rekordniveau, getragen von der Hoffnung auf eine KI-getriebene Berichtssaison.
Ölpreis und Zinsen als Störfaktoren
Der Rahmen bleibt allerdings anspruchsvoll. Brent-Öl notiert wegen des Nahost-Konflikts und der Angriffe auf den Flughafen von Riad weiter oberhalb von 100 Dollar je Barrel. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte zu Monatsbeginn den höchsten Stand seit 24 Jahren, weil hohe Energiepreise die Inflationssorgen nähren.
Für Banken zählt dabei vor allem der Zinspfad der US-Notenbank. Die Fed hat im vergangenen Monat die Zinsen um einen Viertelpunkt angehoben. Am Markt gilt eine Anhebung bei der Sitzung später in diesem Monat als unwahrscheinlich, für Dezember wird dagegen eine weitere Erhöhung erwartet.
Diese Woche stehen zudem Verbraucher- und Erzeugerpreise sowie Einzelhandelsumsätze an. Ökonomen erwarten einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,6 Prozent zum Vormonat und 3,7 Prozent zum Vorjahr. Fallen die Daten milder aus, würde das nach Einschätzung von Marktbeobachtern zusammen mit starken Unternehmenszahlen das freundlichste Umfeld für Aktien schaffen.
Die Futures an der Wall Street zeigten sich am Montagmittag kaum verändert. Mit den Zahlen von Citigroup und den Branchenkollegen am Dienstag dürfte sich zeigen, wie stark die Banken vom aktuellen Zinsumfeld profitieren.
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