Der Rückzug von Citigroup aus Mexiko nimmt Fahrt auf. Nach dem Verkauf von 25 Prozent an Banamex im vergangenen Jahr an den mexikanischen Milliardär Fernando Chico Pardo steht jetzt der nächste Schritt bevor. Weitere 24 Prozent sollen an eine Investorengruppe gehen, darunter namhafte Player wie Blackstone und General Atlantic.
Die einzelnen Stakes liegen dabei unter 5 Prozent. Neben den Private-Equity-Schwergewichten sind auch die Co-CEOs von Grupo Televisa, die brasilianische Bank BTG Pactual sowie der mexikanische Pensionsfonds Afore Sura mit im Boot. Ein breites Konsortium also, das sich da zusammenfindet.
Interessant ist dabei vor allem eines. Citigroup wird die Anteile wohl deutlich unter Buchwert verkaufen müssen. Der Deal mit Chico Pardo im Dezember führte bereits zu einer Goodwill-Abschreibung von 726 Millionen Dollar im dritten Quartal. Das zeigt, wie dringend CEO Jane Fraser den Ausstieg vorantreiben will.
Fraser räumt auf und zahlt dafür
Banamex war einst das Vorzeigeprojekt von Citigroup in Lateinamerika. 12,5 Milliarden Dollar zahlte die Bank im Jahr 2001 für den Kauf. Jetzt ist klar, dass diese Investition sich nicht ausgezahlt hat. Fraser hat 2021 angekündigt, sich aus 14 internationalen Märkten zurückzuziehen. Mexiko ist der letzte große Brocken in diesem Plan.
Die Bank plant weiterhin einen Börsengang für Banamex, nachdem sie ihre Anteile weiter reduziert hat. Das Corporate Banking und die Brokerage-Sparte will Citi in Mexiko allerdings behalten. Man zieht sich also nur aus dem Retail-Geschäft zurück, nicht komplett vom Markt.
Für Anleger bleibt die Frage, wie teuer dieser Rückzug am Ende wird. Die bisherigen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Citigroup nimmt erhebliche Verluste in Kauf, um endlich aus dem Geschäft rauszukommen. Ob die Strategie aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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