Die Cisco-Aktie zeigt sich schwächer als der breite Markt, während Anleger die Position des Netzwerkspezialisten im sich wandelnden Technologieumfeld neu bewerten. Der Titel verlor zuletzt 1,4 Prozent und schloss bei 74,41 US-Dollar. Damit entfernt sich der Kurs zunehmend von den großen Indizes.
Schwäche im Technologiesektor
Die aktuelle Talfahrt spiegelt sich in einem monatlichen Minus von 4,4 Prozent wider. Die Aktie kann nicht mit dem breiteren Technologiesektor mithalten. Zwar liegt der Kurs noch über dem 200-Tage-Durchschnitt von 71,48 US-Dollar, er ist jedoch unter den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 76,45 US-Dollar gefallen. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 294 Milliarden US-Dollar rotieren Anlegerkapital derzeit verstärkt in wachstumsstärkere KI-Konkurrenten.
Cisco Systems, Inc. Aktie Chart
Strategischer Fokus auf KI-Sicherheit
Das Unternehmen konzentriert sich strategisch auf die Absicherung des künstlichen Intelligenz-Lebenszyklus, um schwächere Hardware-Zyklen auszugleichen. Im Mittelpunkt steht dabei die „AI Defense“-Lösung, die Sicherheitslücken in Modell-Dateien und Servern identifizieren soll, noch bevor diese eingesetzt werden. Mit diesem Ansatz zielt Cisco auf Regionen wie den Nahen Osten ab, wo über 90 Prozent der Organisationen KI-Agenten einsetzen wollen.
Korrigierter Ausblick und Verkäufe
Die Finanzgemeinschaft blickt gespannt auf den Quartalsbericht am 18. Februar 2026. Das Management rechnet für das zweite Quartal mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 1,10 und 1,13 US-Dollar sowie einem Umsatz von 15,0 bis 15,2 Milliarden US-Dollar.
- Die Quartalsdividende von 0,41 US-Dollar wird am 21. Januar 2026 ausgezahlt.
- Die Jahresgewinnprognose für 2026 bleibt bei 4,08 bis 4,14 US-Dollar je Aktie.
- KI-Infrastrukturaufträge erreichten im ersten Quartal 1,3 Milliarden US-Dollar.
- Der CEO reduzierte seinen direkten Aktienbesitz um etwa 8 Prozent durch den Verkauf von 602.432 Aktien.
Dieser Verkauf von Führungskräften trägt zur vorsichtigen Stimmung bei. Der Markt beobachtet, ob das Jahresziel von 3 Milliarden US-Dollar Umsatz mit KI-Infrastruktur ausreicht, um Schwankungen im traditionellen Netzwerkgeschäft auszugleichen.
Netzwerk-Dominanz in der Bewährungsprobe
Das Kerngeschäft bleibt der primäre Umsatztreiber, doch die Integration von Übernahmen wie Splunk ist zum kritischen Wachstumsfaktor geworden. Der Übergang zu wiederkehrenden Cloud-Abonnements tritt in eine entscheidende Phase; sie machen bereits mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Die aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27,97 zeigt, dass die Aktie an der Fähigkeit zur KI-Transformation gemessen wird. Das 13-prozentige Wachstum der Produktbestellungen aus dem letzten Quartal muss sich fortsetzen, um den aktuellen Abwärtstrend umzukehren. Die Volatilität dürfte bis zur Veröffentlichung der Zahlen im Februar hoch bleiben.
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