Am Freitag verzeichneten die Papiere von Cisco einen Zuwachs von 3,0 % und gingen mit einem Schlusskurs von 99,66 € aus dem Handel. Die Aufwärtsbewegung vollzog sich im Zuge einer breiteren Rally an den US-Börsen.
Maßgeblicher Treiber für die freundliche Marktstimmung war der neu veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für September. Die Daten linderten an den Märkten bestehende Sorgen vor anhaltender Inflation und steigenden Zinsen. Ein unternehmensspezifischer Anlass für den Kursgewinn lag am Freitag hingegen nicht vor.
Die Aktie folgte damit im Wesentlichen der allgemeinen Aufhellung an den New Yorker Leitbörsen. Durch den Kursanstieg zum Wochenausklang notiert das Papier nun 11 % unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Kritische Sicherheitslücke im SD-WAN Manager
Auf technologischer Seite stand zur Wochenmitte die IT-Sicherheit im Blickpunkt. Am Mittwoch meldete Cisco die aktive Ausnutzung einer kritischen Sicherheitslücke in der Verwaltungssoftware Catalyst SD-WAN Manager. Der Fehler wird unter der Kennung CVE-2026-76504 geführt und erreicht auf der CVSS-Bewertungsskala den hohen Schweregrad von 9,8. Die Schwachstelle ermöglicht es unbefugten Nutzern, bestehende Authentifizierungsmechanismen zu umgehen.
Nach Angaben von Cisco gibt es für diese Lücke keinen Workaround zur Überbrückung. Der Konzern forderte betroffene Kunden deshalb auf, ihre Systeme unverzüglich auf eine bereitgestellte, korrigierte Softwareversion zu aktualisieren. Auf das Marktgeschehen am Freitag schlug diese Sicherheitswarnung jedoch nicht durch: Die Meldung bremste die Kursentwicklung der Aktie im Zuge der allgemeinen Marktrally nicht aus.
KI-Infrastruktur und Analysteneinschätzungen
Zur Wochenmitte meldeten sich zudem Analysten zu Wort. Das Analysehaus Bernstein nahm die Beobachtung von Cisco am Mittwoch mit der Einstufung „Market Perform“ und einem Kursziel von $110 auf. Bernstein begründete die Haltung damit, dass Netzwerk- und Optikunternehmen als strukturelle Gewinner von Investitionen in KI-Infrastruktur anzusehen seien.
Medienberichten zufolge passte am Mittwoch auch Zacks Research seine Einstufung an. Das Haus hob die Bewertung für die Cisco-Aktie von „Hold“ auf „Strong Buy“ an.
Regulatorische Meldung bei der SEC
Parallel dazu wurde eine Einreichung bei den Behörden verzeichnet. Bei der US-Börsenaufsicht SEC ging für Charles Robbins eine Form-4-Mitteilung über eine auf den 16. September datierte Transaktion ein.
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