Cisco profitiert massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Während Hyperscaler ihre Rechenzentren aufrüsten, wird die Hardware des Netzwerkgiganten zur Schlüsselkomponente. Analysten sehen den Beginn eines neuen Superzyklus.
Kursziel steigt nach Chip-Offensive
BofA Securities hat das Kursziel für Cisco deutlich angehoben. Die Experten schraubten den Wert von 135 auf 150 US-Dollar hoch. Als Hauptgrund gilt der Boom bei optischen Netzwerkkomponenten für künstliche Intelligenz.
Die neuen Chip-Serien G300 und P200 bilden dabei das technische Fundament. Diese Hardware soll die enormen Datenmengen moderner KI-Agenten bewältigen. Das spiegelt sich im Kurs wider: Seit Jahresbeginn legte das Papier um über 65 Prozent zu.
Investitionsschub beim Datenschutz
Parallel dazu treibt die KI-Einführung die Ausgaben für Datenschutz in Rekordhöhen. Eine aktuelle Studie unter tausenden Fachleuten verdeutlicht diesen Trend. Demnach haben 90 Prozent der Unternehmen ihre Privacy-Programme wegen KI erweitert.
Fast 40 Prozent der Organisationen investierten im vergangenen Jahr mindestens fünf Millionen Dollar in diesen Bereich. Für Cisco bedeutet das eine wachsende Nachfrage nach Sicherheits- und Governance-Tools. Nahezu alle befragten Firmen sehen Datenschutz als Basis für das Kundenvertrauen in KI-Systeme.
Schutz vor Quanten-Angriffen
Der Konzern setzt zudem auf neue Sicherheitslösungen. Mit „Live Protect“ sollen Schwachstellen im laufenden Betrieb behoben werden — ohne Neustarts oder Ausfallzeiten. Ab Juli 2026 ergänzen „Quantum Ready Assessments“ die Plattform Cisco IQ.
Diese Tools schützen Daten vor künftigen Entschlüsselungsangriffen durch Quantencomputer. Bis Jahresende soll der Großteil des Kernportfolios quantensicher sein. Erste Router und Firewalls werden bereits mit entsprechenden Sicherheitsfunktionen ausgeliefert.
Institutionelle Käufer greifen zu
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 107,48 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von rund 86 Euro. Auch der Abstand zum 200-Tage-Schnitt bleibt mit über 50 Prozent beträchtlich.
Großanleger zeigen Vertrauen in die langfristige Strategie. Franklin Resources stockte seine Beteiligung zuletzt um 18 Prozent auf. Der Vermögensverwalter hält nun über 50 Millionen Cisco-Aktien.
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