Die Circus SE-Aktie ist auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 7,16 Euro abgestürzt. Doch während der Markt das Hamburger KI-Robotik-Unternehmen abstraft, greifen Führungskräfte zu eigenen Anteilen. Dr. Jan-Christian Heins kaufte am 25. Februar 2026 Aktien, weitere Insider folgten einen Tag später. Der kommerzielle Durchbruch steht zwar noch aus, doch das Management setzt offenbar auf die laufenden Pilotprojekte.
Testphase entscheidet über Skalierung
Zwei Erprobungen des Küchenroboters CA-1 laufen derzeit: Seit Januar 2026 testet die Bundeswehr das autonome System zur Lebensmittelversorgung in ausgewählten Kasernen. Parallel prüft eine Supermarktkette in einer achtmonatigen Phase die Praxistauglichkeit in ihren Filialen.
Erst nach Auswertung von Kundenbefragungen und Leistungsdaten sollen die Partner über eine breitere Integration entscheiden. Diese belastbaren Daten scheinen der Punkt zu sein, auf den externe Kapitalgeber warten – während das Management bereits investiert.
Von Prognose zu Praxis
Die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres zeigen die Herausforderung: Der Umsatz brach um 60 Prozent auf 0,25 Millionen Euro ein, der Betriebsverlust weitete sich auf knapp 15 Millionen Euro aus. Für 2026 prognostiziert Circus Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro – bei einem erwarteten EBITDA-Verlust von 6 bis 8 Millionen Euro.
Die Serienfertigung ist gestartet. In Zusammenarbeit mit dem globalen Partner Celestica produziert Circus seine CA-1-Roboter der vierten Generation. Jede Einheit besteht aus über 29.000 Komponenten und durchläuft mehr als 150 Präzisionstests. Die ersten Auslieferungen sollen in den kommenden Wochen beginnen.
Namhafte Partner an Bord
Die Referenzliste umfasst Mercedes-Benz, REWE, Shell und Audi über den Facility-Partner Secura. Auch ein Rahmenvertrag über bis zu 25 Roboter mit der ukrainischen Armee wurde geschlossen. Die Frage bleibt: Werden aus Pilotprojekten zahlende Großkunden?
Das Unternehmen visiert bis 2028 einen Umsatz von einer Milliarde Euro und eine EBIT-Marge von 30 bis 35 Prozent an. Die Insider-Käufe deuten darauf hin, dass Führungskräfte an diesen Weg glauben. Die laufenden Testphasen werden zeigen, ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist.
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