Circus-Aktie: Kann der Vorstand seine Prognose erfüllen?

Der Kochroboter-Entwickler Circus SE notiert auf Jahrestief, während die Managementprognose für 2026 einen Umsatzsprung auf bis zu 55 Millionen Euro verspricht.

Auf einen Blick:
  • Aktienkurs auf neuem 52-Wochen-Tief von 6,78 Euro
  • Managementprognose: 44 bis 55 Millionen Euro Umsatz 2026
  • Drei Pilotprojekte mit Bundeswehr, REWE und Mercedes-Benz
  • Verwaltungsratschef kaufte kürzlich Aktien als Vertrauensbeweis

Von 0,25 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2025 auf bis zu 55 Millionen Euro in 2026 – die Managementprognose verspricht großen Fortschritt. Doch der Kurs notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 6,70 Euro und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 64 Prozent verloren. Der Markt ist skeptisch. Zu Recht?

Das Hamburger Unternehmen entwickelt vollautonome Kochroboter und steht operativ an einem entscheidenden Punkt: Mehrere Pilotprojekte laufen parallel, doch bisher hat kaum eines davon zu belastbarem Umsatz geführt.

Circus SE Aktie Chart

Pilotprojekte als Schlüssel zur Prognose

Die Zahlen für 2025 zeigen, wie früh die Entwicklung noch ist. Einem Umsatz von lediglich 0,25 Millionen Euro stand ein Betriebsverlust von 14,94 Millionen Euro gegenüber. Für 2026 stellt das Management Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro in Aussicht – getragen von mehr Auslieferungen und wachsenden Software-Erlösen. Als Fundament verweist Circus auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Der entscheidende Schritt steht aber noch aus: die Umwandlung dieser Vorbestellungen in zahlungswirksame Aufträge.

Konkret laufen derzeit drei Projekte, die darüber entscheiden dürften, ob die Prognose trägt. Seit Januar besteht ein Vertrag mit der Bundeswehr zur autonomen Lebensmittelversorgung in ausgewählten Kasernen. Im Einzelhandel testet REWE in Düsseldorf das Konzept „Fresh & Smart“ über acht Monate. Eine breitere Integration hängt von Auswertung und Kundenbefragung ab. Ab Sommer 2026 soll der Kochroboter CA-1 zudem in der Mercedes-Benz-Kantine in Sindelfingen eingesetzt werden, um Spitzenzeiten abzufedern.

Insider kaufen – der Kurs fällt trotzdem

Parallel arbeitet Circus an der Finanzierungsseite: Gemeinsam mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter, soll ab dem ersten Quartal 2026 ein Leasing-Modell starten, das hohe Anschaffungskosten für Kunden in planbare Betriebsausgaben umwandelt. Zusätzliches Wachstumskapital über Eigen- oder Fremdkapital wird geprüft, ohne dass Umfang oder Zeitpunkt konkretisiert wurden.

Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins kaufte Ende Februar Aktien zu 7,26 Euro – ein sichtbares Bekenntnis zum Unternehmen, das jedoch den Abwärtstrend bislang nicht stoppen konnte. Der Titel liegt rund 50 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, was die tiefe Skepsis des Marktes gegenüber dem Zeitplan widerspiegelt.

Die Weichen für die weitere Kursentwicklung stellen sich in den kommenden Monaten: Gelingt Circus die planmäßige Auslieferung an Mercedes-Benz im Sommer und liefert der REWE-Pilot positive Ergebnisse, bekommt die 2026er-Prognose erstmals eine reale Grundlage. Verzögern sich hingegen Auslieferungen oder fallen Pilotauswertungen negativ aus, dürfte der Druck auf die Aktie weiter zunehmen.

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