Das Münchner KI-Robotik-Unternehmen Circus SE meldet im Januar einen Vertragsabschluss mit der Bundeswehr. Der CA-1 Roboter soll Soldaten autonom versorgen – rund um die Uhr, unabhängig von Dienstzeiten. Parallel dazu öffnet sich das Unternehmen dem US-Kapitalmarkt und sichert sich Finanzierungspartner. Doch die Aktie reagiert kaum.
Verteidigungsauftrag erweitert Geschäftsfeld
Am 20. Januar 2026 verkündete Circus die Beauftragung durch die Bundeswehr. Der KI-Roboter CA-1 übernimmt an einem deutschen Kasernenstandort die autonome Versorgung. Das System arbeitet eigenständig – egal, wann Soldaten vom Einsatz zurückkehren oder Dienst haben.
Bislang konzentrierte sich Circus auf die Gastronomie. Kunden wie REWE oder Meta setzen bereits auf die KI-gesteuerte Robotik. Der Bundeswehr-Auftrag markiert nun den Einstieg in den Verteidigungssektor.
Strategische Entwicklungen im Überblick:
- Bundeswehr-Vertrag: CA-1 Roboter für autonome Soldatenversorgung (20. Januar 2026)
- US-Marktzugang: ADR-Programm mit Ticker CCUSY über BNY (8. Januar 2026)
- Leasing-Partnerschaft: Zusammenarbeit mit MMV Leasing der LBBW (16. Januar 2026)
- Insiderkäufe: CEO-nahe Gesellschaft kauft kontinuierlich Aktien seit Ende Januar
Leasing-Modell senkt Einstiegshürde
Am 16. Januar 2026 schloss Circus eine Partnerschaft mit MMV Leasing, einer Tochter der Landesbank Baden-Württemberg. Kunden können die KI-Robotik künftig über flexible Leasing-Verträge beziehen statt hoher Einmalinvestitionen. Die ersten Verträge sollen im laufenden Quartal wirksam werden.
Das Unternehmen erhofft sich dadurch einen beschleunigten kommerziellen Rollout. Vor allem mittelständische Betriebe könnten vom reduzierten Kapitalbedarf profitieren.
US-Investoren erhalten direkten Zugang
Seit dem 8. Januar 2026 läuft ein gesponsertes Level-I-ADR-Programm in den USA. Amerikanische Anleger können die Aktie nun über den OTC-Markt unter dem Ticker CCUSY handeln. Ein ADR entspricht einer Aktie. Die Hauptnotiz bleibt an der Frankfurter Börse XETRA.
Die Depotbank BNY wickelt das Programm ab. Circus erweitert damit seine potenzielle Investorenbasis, ohne eine vollständige US-Zweitnotierung anzustreben.
Management kauft bei Kursschwäche
Die Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG – dem Gründer und CEO nahestehend – kaufte Ende Januar und Anfang Februar mehrfach Aktien. Die Meldungen erfolgten am 29. und 30. Januar sowie am 3. Februar 2026.
Die Käufe fallen in eine Phase deutlicher Kursschwäche. Mit 9,28 Euro notiert die Aktie nahe dem 52-Wochen-Tief von 8,88 Euro und liegt 62 Prozent unter dem Jahreshoch von 24,20 Euro.
Prognose: Umsatzwachstum bei weiterem Verlust
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Circus Umsätze zwischen 44 und 55 Millionen Euro an. Die Schätzung basiert auf bestehenden Kundenverträgen. Beim EBITDA rechnet das Management mit einem Minus von 6 bis 8 Millionen Euro, da die Skalierung weiter Investitionen erfordert.
Die Ergebnisse sollen sich schrittweise verbessern. Treiber sind steigende Auslieferungszahlen und wachsende wiederkehrende Software-Erlöse aus der installierten Basis. Ob die strategischen Initiativen die Verlustzone schneller verlassen lassen als geplant, zeigen die kommenden Quartale.
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