Circle-Aktie: Regulierungsentwurf sorgt für Kursrutsch!

Ein Kompromissvorschlag zum US-Gesetz Clarity Act droht, Erträge auf Stablecoins stark einzuschränken. Die Aktie des USDC-Emittenten Circle verlor daraufhin deutlich an Wert.

Auf einen Blick:
  • Medienbericht zu geplanten Regulierungen löst Kursverfall aus
  • Kompromissvorschlag würde Stablecoin-Renditen stark begrenzen
  • Politische Streitpunkte gefährden Verabschiedung des Gesetzes
  • Banken und Krypto-Branche ringen um Einfluss auf Regeln

Die Aktie von Circle Internet geriet am Dienstag unter erheblichen Druck und verlor 20 Prozent an Wert. Auslöser war ein Medienbericht über einen Kompromissvorschlag im Rahmen des Clarity Act, der die Möglichkeiten für Erträge auf Stablecoins deutlich einschränken könnte. Circle betreibt als Emittent des USDC, des nach Marktvolumen zweitgrößten Stablecoins, eine Plattform für digitale Vermögenswerte und Blockchain-Anwendungen.

Der Entwurf sieht vor, dass Plattformen keine Renditen auf Stablecoin-Guthaben anbieten dürfen, wenn diese Bankeinlagen ähneln. Erlaubt bleiben sollen lediglich aktivitätsbasierte Belohnungen sowie Programme für Treue, Werbung oder Anreize. Die genaue Definition, wann Erträge zulässig sind, soll Behörden wie dem Finanzministerium und der SEC überlassen werden.

Circle Internet Group Aktie Chart

Streit zwischen Banken und Krypto-Branche verzögert Gesetz

Seit Wochen ringen Senatoren um eine Einigung zum Clarity Act, der die Regulierung des Handels mit digitalen Vermögenswerten in den USA klären soll. Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage der Stablecoin-Renditen. Banken befürchten massive Einlagenabflüsse, wenn Krypto-Plattformen attraktive Zinsen bieten. Coinbase, Vertriebspartner von Circle beim USDC, zahlt Kunden derzeit 3,5 Prozent auf ihre Bestände.

Der nun bekannt gewordene Kompromiss zwischen dem Weißen Haus und Senatoren wie Angela Alsobrooks und Thom Tillis versucht, beiden Seiten entgegenzukommen. Die Blockchain Association, die Krypto-Unternehmen vertritt, fordert allerdings weitere Klarstellungen zu den zulässigen Aktivitäten. Coinbase-CEO Brian Armstrong hatte zwischenzeitlich seine Unterstützung für das Gesetz zurückgezogen, als ein vollständiges Verbot von Renditen im Raum stand.

Politische Hürden gefährden Verabschiedung des Gesetzes

Selbst wenn der Kompromiss zur Rendite-Frage Bestand hat, bleibt die Verabschiedung des Clarity Act höchst ungewiss. Viele Demokraten bestehen auf einem Verbot für Präsident Trump und seine Familie, von Krypto-Investitionen zu profitieren – eine Forderung, die von den meisten Republikanern abgelehnt wird. Diese Verhandlungen wurden zunächst zurückgestellt, bis die Rendite-Frage geklärt ist.

Hinzu kommt der Zeitdruck: Sollte das Gesetz nicht bald verabschiedet werden, könnte der Wahlkampf vor den Zwischenwahlen im November die Chancen weiter verringern. Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus übernehmen könnten, was vermutlich zu weiteren Forderungen führen würde.

SEC-Chairman Paul Atkins warnte auf dem Digital Asset Summit in New York eindringlich, dass nur der Kongress die nötige Klarheit schaffen könne. Welche Auswirkungen ein Scheitern des Gesetzes langfristig auf Circle und die gesamte Stablecoin-Branche hätte, lässt sich derzeit kaum abschätzen. Investoren sollten die politischen Entwicklungen in den kommenden Wochen genau verfolgen.

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