China Vanke-Aktie: Rettungspaket im Anmarsch!

Die Stadt Shenzhen plant ein umfangreiches Hilfspaket für den angeschlagenen Immobilienriesen China Vanke

Auf einen Blick:
  • Shenzhen plant 80-Milliarden-Yuan-Rettungspaket für China Vanke
  • Zentralregierung ordnet
  • Plan beinhaltet 20-Milliarden-Yuan-Kapitalerhöhung
  • Vanke erhielt bereits Zahlungsaufschub für drei Anleihen

Die Lage bei China Vanke spitzt sich weiter zu. Jetzt greift offenbar die Regierung ein. Laut der Finanzpublikation Octus arbeitet die Stadtverwaltung von Shenzhen an einem Rettungspaket in Höhe von umgerechnet rund 11,6 Milliarden Dollar. Das sind 80 Milliarden Yuan. Die Summe ist beachtlich und zeigt, wie ernst die Situation beim staatlich unterstützten Immobilienentwickler mittlerweile ist.

Hintergrund der geplanten Rettungsaktion ist eine klare Ansage aus Peking. Die Zentralregierung hat demnach angeordnet, dass es keinen Zahlungsausfall geben darf. Das „no default“-Prinzip soll offenbar durchgesetzt werden. Vanke hatte erst im vergangenen Monat die Zustimmung von Anleihegläubigern erhalten, Rückzahlungen für drei auf Yuan lautende Anleihen aufzuschieben. Das verschaffte dem Unternehmen etwas Luft im ersten Quartal.

Der Plan steht noch ganz am Anfang

Allerdings befindet sich das Rettungspaket noch in einem sehr frühen Stadium. Die Planungen sind laut Bericht äußerst vorläufig. Ein zentraler Bestandteil soll eine Kapitalerhöhung über 20 Milliarden Yuan sein. Damit würden neue Vanke-Aktien platziert werden. Wie genau die restlichen 60 Milliarden Yuan eingesetzt werden sollen, bleibt vorerst unklar.

Weder Vanke noch die Regierung in Shenzhen oder die staatliche Vermögensverwaltung haben sich bislang zu den Berichten geäußert. Anfragen von Reuters blieben zunächst unbeantwortet. Das ist wenig überraschend bei einem derart sensiblen Thema. China kämpft seit Monaten mit der Krise im Immobiliensektor, und Vanke ist einer der größten Player.

Für Anleger bleibt die Situation angespannt. Die Nachricht über ein mögliches Rettungspaket mag kurzfristig beruhigen, doch die Unsicherheit bleibt groß. Ob und wann konkrete Maßnahmen folgen, ist noch völlig offen. Bis dahin heißt es abwarten und beobachten.

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