Ein breiter Ausverkauf an den Börsen in Hongkong hat am heutigen Freitag auch die Aktien von China Longyuan Power spürbar nach unten gezogen. Die Papiere des Energiekonzerns verbuchten im heutigen Handel ein Minus von 5,2 Prozent auf 0,5668 Euro.
Medienberichten zufolge belasteten vor allem steigende Renditen bei US-Staatsanleihen sowie wachsende Zweifel der Marktteilnehmer an der Wirksamkeit der chinesischen Konjunkturstützen die Stimmung an den Handelsplätzen nach den Feiertagen zum Nationalfeiertag. Ein unternehmensspezifischer Anlass für den Rücksetzer lag nicht vor, die Kursbewegung spiegelt vielmehr das schwache Gesamtumfeld wider.
Kapitalaufnahme am heimischen Anleihemarkt
Ungeachtet der heutigen Börsenschwäche hat China Longyuan Power in dieser Woche die Refinanzierung seiner Verbindlichkeiten vorangetrieben. Das Unternehmen gab am Mittwoch den Abschluss der Emission von zwei Tranchen ultrakurzfristiger Schuldverschreibungen bekannt. Diese weisen ein Gesamtvolumen von RMB 3 Milliarden auf und teilen sich in zwei Einheiten von jeweils RMB 1,5 Milliarden auf.
Beide Tranchen wurden mit einem Kupon von 1,35 Prozent ausgestattet. Die Erlöse aus der Platzierung sind zweckgebunden: Sie dienen nach Unternehmensangaben der Refinanzierung bestehender verzinslicher Verbindlichkeiten sowie der Aufstockung des Betriebskapitals. Das Unternehmen nutzt das Instrument der kurzfristigen Finanzierungspapiere damit gezielt zur fortlaufenden Liquiditätssicherung.
Höhere Einstufung durch S&P Global Ratings
Die finanzielle Basis des Konzerns hatte erst kürzlich eine Bestätigung von externer Seite erhalten. Am 15. September hob die Ratingagentur S&P Global Ratings das langfristige Emittentenrating von China Longyuan Power von zuvor „A−“ auf die Bonitätsnote „A“ an. Der Ausblick für das Unternehmen wurde im Zuge dieser Entscheidung als stabil eingestuft.
Neben den Fortschritten bei der Refinanzierung und Bonität konnte der Energiekonzern auch im operativen Bereich einen Achtungserfolg verbuchen. Wie das Unternehmen am 21. September mitteilte, wurde das firmeneigene Fischerei-Photovoltaik-Projekt auf der Insel Dengbu in der Provinz Zhejiang in eine Sammlung nachhaltiger Unternehmenspraktiken für das Jahr 2026 aufgenommen. Diese Auswahl wurde von der China Association for Public Companies getroffen.
Makroökonomische Faktoren belasten Notierung
An den Aktienmärkten vermochten diese Meldungen den heutigen Abwärtstrend jedoch nicht aufzuhalten. Die übergeordnete Skepsis der internationalen Investoren gegenüber chinesischen Werten und das Zinsumfeld bestimmen derzeit den Takt an den Börsen deutlich stärker als die jüngsten unternehmensbezogenen Entwicklungen.
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