Die Chevron-Aktie startete mit Volldampf ins neue Jahr. Nachdem der Kurs des amerikanischen Öl- und Gaskonzerns am Freitag und Montag in Summe um über acht Prozent in die Höhe schoss, geht es im Laufe des Dienstags um weitere 1,5 Prozent nach oben. Haben Anleger tatsächlich so viel Grund zur Euphorie?
Auf den ersten und zweiten Blick
Auf den ersten Blick hat die Euphorie rund um amerikanische Ölaktien selbstverständlich einen guten Grund. Nach der Verhaftung des venezuelanischen Präsidenten Maduro und seiner Verbringung in die USA forderte US-Präsident Trump den vollständigen Zugang zur Ölindustrie des südamerikanischen Landes.
Amerikanischen Ölkonzernen wie Chevron winken neue Milliardengeschäfte. Chevron war nach der Verstaatlichung der Ölbranche in Venezuela der einzige noch im Land verbliebene US-Konzern, der mit einer Ausnahmegenehmigung aktiv war.
Auf den zweiten Blick könnte sich die Euphorie allerdings als Schuss ins eigene Knie erweisen, denn die marode Ölindustrie Venezuelas muss durch Milliardensummen wieder fit für den Weltmarkt gemacht werden. Bevor Chevron & Co. Milliardengewinne einstreichen können, müssen sie Milliardenbeträge in die Ertüchtigung der Ölbranche des Landes investieren. Ob sie dazu willens bzw. überhaupt in der Lage sind, wird sich erst zeigen.
Zudem könnte das Anzapfen der Ölreserven des südamerikanischen Landes – immerhin die größten der Welt – zu einem Überangebot auf dem globalen Ölmarkt und dauerhaft sinkenden Preisen führen. Auch das hätte negative Folgen für den Kurs der Chevron-Aktie.
Es ist völlig unklar
Noch ist völlig unklar, welche Konsequenzen die US-Intervention in Venezuela für die Chevron-Aktie hat. Die Börse hat bereits sehr viel Euphorie vorweggenommen. Ob zu Recht, wird sich erst in den nächsten Monaten und vielleicht sogar Jahren zeigen.
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