Chevron liefert nach den Q4-Zahlen ein Bild, das viele Energie-Investoren mögen: operativ läuft es rund, auch wenn der Rückenwind von der Ölpreis-Seite fehlt. Rekordfördermengen und Fortschritte bei der Hess-Integration stehen einem Gewinn- und Umsatzrückgang gegenüber. Doch wie viel Spielraum bleibt noch, nachdem die Aktie bereits nahe am Jahreshoch notiert?
Rekordproduktion trotz Gegenwind
Im Quartalsbericht (veröffentlicht am 30. Januar) meldete Chevron für das vierte Quartal 2025 einen Nettogewinn von 2,84 Mrd. US-Dollar (1,39 US-Dollar je Aktie). Das waren rund 12,5% weniger als im Vorjahresquartal. Der Hauptgrund: niedrigere Rohstoffpreise, die auf die Erlöse drücken.
Beim Umsatz zeigte sich das gleiche Muster. Die Erlöse fielen auf 46,87 Mrd. US-Dollar, etwa 10% weniger als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig konnte der Konzern operativ zulegen: Die weltweite Produktion stieg im Quartal auf einen Rekord von 4,05 Mio. Barrel Öläquivalent pro Tag. Treiber waren die übernommenen Hess-Assets sowie eine starke Entwicklung im Permian Basin.
Unterm Strich sorgte das dafür, dass das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 1,52 US-Dollar in einem schwierigen Preisumfeld robuster ausfiel als teils erwartet.
Dividende rauf – Integration liefert Synergien
Für viele Anleger dürfte die Dividende der zentrale Punkt gewesen sein. Der Vorstand erhöhte die Quartalsdividende um 4% auf 1,78 US-Dollar je Aktie (7,12 US-Dollar annualisiert). Das unterstreicht den Anspruch, Ausschüttungen auch in volatileren Marktphasen verlässlich zu steigern.
Wichtige Termine:
– Exaktes „Stichtags“-Datum (Record Date): 17. Februar 2026
– Auszahlung (Payable Date): 10. März 2026
Zudem bestätigte Chevron, dass nach der Hess-Integration das anfängliche Synergie-Ziel von 1 Mrd. US-Dollar erreicht wurde.
Analysten uneins – Insider-Verkäufe als Routine
In dieser Woche prägten unterschiedliche Analysten-Lesarten die Stimmung: Wells Fargo hob am Dienstag das Kursziel auf 204 US-Dollar (zuvor 196) an und blieb bei „Overweight“. HSBC ging am Montag dagegen von „Buy“ auf „Hold“ zurück, erhöhte aber zugleich das Kursziel auf 180 US-Dollar (von 169) – mit dem Argument, dass nach der jüngsten Rally in Richtung Jahreshoch kurzfristig weniger Luft nach oben sei.
Tatsächlich notiert die Aktie heute bei 177,50 US-Dollar und markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch.
Ergänzend wurden Anfang Februar Insider-Transaktionen bekannt: Der Chief Legal Officer R. Hewitt Pate übte Optionen aus und verkaufte Aktien im Rahmen eines vorab festgelegten Rule-10b5-1-Plans. Laut Bericht handelt es sich dabei um übliche, im Voraus geplante Vorgänge im Kontext der Vergütung.
Zum nächsten Fixpunkt für Einkommensinvestoren wird nun der 17. Februar: Wer die Dividende erhalten will, muss zu diesem Stichtag als Aktionär registriert sein – die Auszahlung folgt dann am 10. März 2026.
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