Chevron-Aktie: Offene Fragen!

Trotz günstiger Ausgangslage in Venezuela zögert Chevron angesichts hoher Investitionskosten und politischer Risiken. Der Ölkonzern bleibt zurückhaltend.

Auf einen Blick:
  • Günstige Infrastruktur durch langjährige Präsenz
  • Hohe Investitionen für Produktionsausbau nötig
  • Konzern verfolgt aktuell Sparkurs
  • Politische Unsicherheiten bremsen Engagement

Nachdem die USA den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro entführten und offen über die Vermarktung von venezolanischem Öl sprachen, schien der US-Konzern Chevron zunächst als großer Gewinner dazustehen. Schließlich ist es der einzige Ölkonzern aus den USA, der in den letzten Jahren noch in Venezuela ausharrte und damit heute über eine vergleichsweise günstige Infrastruktur im Land verfügt.

Die Aktie reagierte daher zu Wochenbeginn auch mit einem kräftigen Kurssprung. Jener egalisierte sich aber recht schnell wieder. Über dem Ausbau der Ölindustrie in Venezuela hängt ein großes Fragezeichen. Das liegt an der amtierenden Regierung, welche vor einer Enteignung von US-Konzernen in der Vergangenheit nicht zurückschreckte, aber auch an Chevron selbst.

Chevron auf Sparkurs

Um die Ölförderung in Venezuela wieder anzukurbeln, wären nach Schätzungen von Experten in den kommenden Jahren Investitionen im mittleren zweistelligen Milliardenbetrag notwendig. Chevron allerdings befindet sich momentan auf einem Sparkurs und will Kosten in erster Linie reduzieren. Der Konzern stellt sich damit auf Zeiten anhaltend niedriger Ölpreise ein.

Chevron Aktie Chart

Eine höhere Produktion in Venezuela würde die Ölpreise tendenziell noch mehr unter Druck setzen. Daher stellt sich unweigerlich die Frage, ob Chevron überhaupt ein Interesse daran hat, zum gegenwärtigen Zeitpunkt etliche Milliarden für einen Ausbau in die Hand zu nehmen. Schmackhafter könnte dies durch politische Förderungen gemacht werden, welche bislang aber nicht konkret in Aussicht gestellt wurden.

Chevron hält die Füße still

So heiß Chevron in dieser Woche an der Börse diskutiert wird, so wortkarg gibt sich das Unternehmen selbst. Eine plötzliche Euphorie ist nicht zu erkennen. Für Donald Trump wäre ein Engagement der US-Ölkonzerne in Venezuela zwar opportun. Aus ökonomischen Gesichtspunkten heraus steht aber zu bezweifeln, dass dort das Interesse an milliardenschweren Investitionen momentan besonders ausgeprägt wäre, insbesondere vor dem Hintergrund zahlreicher politischer Unsicherheiten.

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