Die Verhandlungen nehmen Fahrt auf. Chevron will das irakische Ölfeld West Qurna 2 von Lukoil übernehmen, stellt dabei aber klare Forderungen. Die Amerikaner verlangen vom Irak bessere Renditen für das Projekt. Ohne Zugeständnisse aus Bagdad wird der Deal wohl nicht zustande kommen.
West Qurna 2 gehört zu den größten Ölfeldern im Irak und produziert derzeit rund 400.000 Barrel pro Tag. Lukoil hatte sich nach dem russischen Angriff auf die Ukraine aus dem Geschäft zurückgezogen. Chevron wittert die Chance, zeigt sich aber knallhart in den Verhandlungen. Die bisherigen Konditionen reichen dem Konzern offenbar nicht aus.
Chevron pokert hoch
Drei Quellen bestätigen gegenüber Marktbeobachtern, dass Chevron Druck macht. Der Ölriese will nicht einfach in die bestehenden Verträge einsteigen. Stattdessen fordert das Unternehmen deutlich verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Irak steht damit vor der Wahl, entweder nachzugeben oder den Deal platzen zu lassen.
Für Chevron wäre West Qurna 2 ein strategischer Gewinn. Das Feld liegt in einer politisch halbwegs stabilen Region des Irak und verfügt über massive Reserven. Doch die Amerikaner wissen genau, dass sie am längeren Hebel sitzen. Bagdad braucht dringend ausländische Investoren und technisches Know-how.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Irak bereit ist, Chevrons Forderungen zu erfüllen. Sollte der Deal scheitern, dürfte das auch andere westliche Ölkonzerne abschrecken. Kommt es zur Einigung, könnte Chevron seine Position im Nahen Osten deutlich ausbauen.
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