Öl über 100 Dollar, Warren Buffett kauft nach, und ein Portfolioverkauf schärft den strategischen Fokus. Selten treffen so viele positive Impulse gleichzeitig auf einen Energiekonzern — und die Chevron-Aktie quittiert das mit einem neuen Allzeithoch.
Ölpreisschock als Katalysator
Der Auslöser für den Kurssprung liegt im Nahen Osten. US-israelische Angriffe auf Iran und die Schließung der Straße von Hormus haben das globale Ölangebot um rund 7 Millionen Barrel pro Tag reduziert. Sowohl Brent als auch WTI überschritten daraufhin die Marke von 100 Dollar. CEOs großer US-Ölkonzerne warnten die Trump-Administration bereits, die Lage könnte sich weiter verschärfen — rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte laufen über Kharg Island.
Für Chevron ist das eine direkte Gewinnperspektive. Das Unternehmen hatte 2025 Rekordproduktionsmengen erreicht und trotzdem kaum Kursgewinne erzielt — weil der Ölpreis damals niedrig war. Dieses Missverhältnis dreht sich nun um.
Buffett stockt auf, Angola wird verkauft
Berkshire Hathaway hat seine Chevron-Position im vergangenen Quartal um 8 Millionen Aktien erhöht. Mit nun rund 130 Millionen Anteilen macht Chevron 7,24 Prozent des gesamten Berkshire-Portfolios aus. Auch Capital Wealth Planning meldete am 14. März eine Aufstockung um 4,4 Prozent auf knapp 2,6 Millionen Aktien im Wert von rund 400 Millionen Dollar.
Gleichzeitig trennt sich Chevron von reifen Offshore-Anlagen in Angola. Verkauft werden ein 31-prozentiger operierter Anteil an Block 14 sowie ein 15,5-prozentiger nicht-operierter Anteil an Block 14K — zum Basispreis von 260 Millionen Dollar. Block 14 produziert seit den späten 1990er-Jahren und gilt als etablierter Produktionshub. Die Transaktion steht noch unter Genehmigungsvorbehalt.
Chevron Corporation Aktie Chart
Wachstumsstrategie mit konkreten Zielen
Chevron arbeitet an mehreren Wachstumshebeln parallel. Das Kostensenkungsziel von 3 bis 4 Milliarden Dollar soll bis Ende 2026 erreicht sein. In Venezuela wird ein Produktionsanstieg von bis zu 50 Prozent innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate angepeilt. Östliche Mittelmeer-Assets sollen bis 2030 Gewinn und freien Cashflow verdoppeln. Das Produktionswachstum von 7 bis 10 Prozent für 2026 wird maßgeblich durch die Hess-Übernahme getrieben — und damit durch den Zugang zu Guyanas Stabroek-Block mit geschätzten 11 Milliarden Barrel förderbaren Ressourcen.
Das strategische Update im Juni soll den Kapitalrückführungsrahmen für die zweite Jahreshälfte 2026 konkretisieren, inklusive möglicher Sonderdividenden und beschleunigter Aktienrückkäufe.
Am 25. April legt Chevron Zahlen für das erste Quartal vor — der erste Stresstest für die Produktionsprognosen unter deutlich günstigeren Ölpreisbedingungen als noch 2025.
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