Die Chevron-Aktie kennt im Januar bisher fast nur eine Richtung: nach oben. Doch wenige Tage vor der wichtigen Bilanzvorlage drückt Morgan Stanley leicht auf die Euphoriebremse. Die Investmentbank senkt ihr Kursziel, hält aber grundsätzlich an der positiven Einschätzung fest. Anleger stehen nun vor der Frage, ob das kurzfristige Potenzial der Rallye damit ausgereizt ist.
Analysten bremsen Erwartungen
Zum Wochenstart am Montag passte Morgan Stanley die Bewertung für den Energieriesen an. Das Kursziel wurde von 180 auf 174 US-Dollar gesenkt. Zwar bestätigt die Bank ihr „Overweight“-Rating und sieht damit weiterhin eine überdurchschnittliche Entwicklungschance, doch der Spielraum nach oben wird enger definiert.
Da die Aktie aktuell bereits bei rund 167 US-Dollar notiert, schmilzt das vom Analystenhaus prognostizierte Kurspotenzial auf eine einstellige Prozentmarke zusammen. Diese Anpassung spiegelt eine differenzierte Sicht auf das Branchenumfeld wider, kurz bevor das Unternehmen selbst Fakten schafft.
Spannung vor dem Quartalsbericht
Das Timing der Analysten ist dabei kein Zufall. Am Freitag, den 30. Januar, öffnet Chevron die Bücher für das vierte Quartal 2025. Der Markt hat sich im Vorfeld bereits positioniert: Die Aktie legte in den letzten 30 Tagen um über 11 Prozent zu und notiert nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 167,51 US-Dollar.
Chevron Corporation Aktie Chart
Die Konsensschätzung der Analysten liegt bei einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,54 US-Dollar. Angesichts der starken Kursentwicklung im Vorfeld dürfte die Toleranz der Anleger für Enttäuschungen gering sein. Der kommende Bericht wird als entscheidender Katalysator fungieren, der entweder die Bewertung von Morgan Stanley validiert oder die Aktie auf neue Hochs treibt.
Strategischer Umbau läuft weiter
Unabhängig von den kurzfristigen Kursschwankungen treibt das Management die Optimierung des Portfolios voran. Chevron arbeitet derzeit am Ausstieg aus dem Geschäft in Singapur. Konkret geht es um den Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung an der Singapore Refining Company.
Dieser Schritt soll noch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen werden. Die Maßnahme passt zur langfristigen Strategie des Konzerns, das Kapital aus dem Downstream-Geschäft in Asien abzuziehen und stattdessen auf Assets mit höheren Renditechancen zu fokussieren.
Mit den Quartalszahlen am Freitag wird sich zeigen, ob die operative Entwicklung die jüngste Rallye rechtfertigt und den Analysten-Dämpfer abschütteln kann.
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