Chevron verkauft sein Raffinerie- und Vertriebsgeschäft in Südostasien und Ozeanien an den japanischen Konzern ENEOS Holdings. Der Kaufpreis beträgt 2,17 Milliarden US-Dollar. Die Aktie legte am Montag um 6,2 Prozent zu. Heute steigt sie um weitere 0,9 Prozent auf umgerechnet knapp 170 Euro.
Konzentration auf die Förderung
Der Verkauf umfasst die gesamte Chevron Singapore Pte. Ltd. sowie Beteiligungen an der Raffinerie in Singapur. Hinzu kommen Standorte in Malaysia, Philippinen, Australien, Vietnam und Indonesien. Chevron will das Geld in die Öl- und Gasförderung stecken.
Das größte Projekt ist Tengizchevroil in Kasachstan. Dort fördert der Konzern inzwischen über eine Million Barrel Öläquivalent pro Tag. Analysten sehen in dem Schritt eine konsequente Optimierung des Portfolios. Die Mehrheit bewertet die Aktie mit „Moderate Buy“.
Dividende und Marktlage
Chevron zahlt eine Quartalsdividende von 1,78 US-Dollar je Aktie. Heute ist der Ex-Tag. Die Auszahlung erfolgt im Juni. Die jährliche Dividendenrendite liegt bei rund 3,6 Prozent. Chevron blickt auf 39 Jahre ununterbrochenes Dividendenwachstum zurück.
Die Produktion stieg im ersten Quartal um 15 Prozent auf 3,858 Millionen Barrel pro Tag. Der freie Cashflow war negativ – bedingt durch Derivatebuchungen. Gleichzeitig integriert Chevron die übernommene Hess Corporation. Seit Jahresbeginn gewann die Aktie 27,7 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 183,90 Euro ist sie noch 7,6 Prozent entfernt. Der RSI von 61,7 deutet auf eine moderate Aufwärtsdynamik hin.
Der Verkauf an ENEOS soll bis 2027 abgeschlossen sein. Chevron erwartet danach steigende Gewinne, sobald die einmaligen Buchungseffekte aus dem ersten Quartal verdaut sind. Die Ölpreise bleiben indes von geopolitischen Spannungen geprägt.
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