Das US-Energieministerium hat gestern eine Erhöhung der LNG-Exporte um 12 Prozent für das Corpus Christi Terminal von Cheniere Energy in Texas genehmigt. Die Genehmigung erlaubt zusätzliche Exporte von bis zu 470 Millionen Kubikfuß pro Tag in die wichtigsten Märkte Asiens und Europas. Damit wird Corpus Christi zum zweitgrößten LNG-Exportprojekt der USA mit einer Gesamtkapazität von 4,45 Milliarden Kubikfuß täglich.
Energieminister Chris Wright verkündete die Genehmigung persönlich bei einem Besuch am Terminal. Die bestehende Anlage hat aktuell eine Kapazität von 18 Millionen Tonnen pro Jahr, könnte aber schon bald auf 25 Millionen Tonnen kommen. Die laufende Stage 3-Erweiterung soll bis Jahresende fertiggestellt werden.
Cheniere hat kürzlich bei der Federal Energy Regulatory Commission einen Antrag für den Bau einer weiteren 24 Millionen Tonnen schweren Anlage eingereicht. Das wäre eine massive Erweiterung der bereits vorhandenen Infrastruktur in Corpus Christi.
Trump-Regierung spendiert 370 Millionen Dollar Steuervorteil
Zusätzlich zur Exportgenehmigung erhielt Cheniere Energy diese Woche eine Steuervergünstigung in Höhe von 370 Millionen Dollar von der Trump-Regierung. Der Steuervorteil wird für die Verwendung von verflüssigtem Erdgas in den riesigen Tankern des Unternehmens gewährt. Kritiker bemängeln, dass diese Vergünstigung eigentlich für alternative Kraftstoffe gedacht war.
Die Kombination aus Exportausweitung und Steuervorteil verschafft Cheniere Energy jedenfalls erheblichen Rückenwind. Das Unternehmen baut seine Position als einer der größten LNG-Exporteure der USA weiter aus. Mit langfristigen Lieferverträgen und starkem Cashflow dürfte Cheniere von der steigenden globalen Nachfrage nach Flüssiggas profitieren. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Expansion wie geplant umgesetzt werden kann.
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