Charter Communications Aktie: AT&T gewinnt 367.000 Anschlüsse

Charter Communications rutscht Richtung Jahrestief, während Großinvestor CalPERS massiv Anteile verkauft und AT&T mit Glasfaser-Ausbau Druck macht.

Auf einen Blick:
  • CalPERS reduziert Beteiligung um 60 Prozent
  • AT&T meldet Rekordzahlen beim Glasfaser-Ausbau
  • Neuer Mobilfunktarif soll Kundenabwanderung stoppen
  • Schuldenlast von 94 Milliarden US-Dollar belastet

Charter Communications rückt gefährlich nah an sein Jahrestief. Institutionelle Investoren ziehen sich massenhaft zurück, während die Konkurrenz am Thron des Kabelriesen rüttelt. Der Druck auf das Geschäftsmodell wächst spürbar.

Massiver Rückzug der Großinvestoren

Ein prominenter Ausstieg belastet die Stimmung zusätzlich. Der Pensionsfonds CalPERS hat seine Beteiligung im ersten Quartal um fast 60 Prozent reduziert. Über 167.000 Aktien warf der Investor auf den Markt.

Parallel dazu raten mittlerweile neunzehn Brokerhäuser zum Reduzieren der Position. Goldman Sachs kappte das Kursziel jüngst auf 125 US-Dollar. Die Experten verweisen auf strukturellen Gegenwind in der gesamten Telekombranche.

AT&T drückt in die Offensive

Vor allem Konkurrent AT&T setzt Charter massiv unter Druck. Der Rivale meldete zuletzt Rekordwerte beim Glasfaser-Ausbau. Allein im zweiten Quartal gewann AT&T 367.000 neue Anschlüsse hinzu.

Das bedroht das Kerngeschäft von Charter. Kabel-Internet verliert gegen die schnellere Glasfaser und moderne Funklösungen an Boden. Marktbeobachter befürchten, dass dieser Trend die Kundenzahlen langfristig erodieren lässt.

Die Wette auf den Mobilfunk

Charter versucht die Flucht nach vorn. Mit dem neuen Mobilfunktarif „Unlimited Plus Premium“ will die Tochter Spectrum Mobile Kunden binden. Das Ziel: Weniger Kündigungen durch attraktive Kombi-Angebote aus Internet und Mobilfunk.

Allerdings wiegt das Mobilfunkgeschäft die Verluste im Breitbandsektor bisher nicht auf. Hinzu kommt eine hohe finanzielle Belastung. Das Unternehmen schleppt einen massiven Schuldenberg von rund 94 Milliarden US-Dollar mit sich herum.

Die Charttechnik verheißt wenig Gutes. Mit 110,30 Euro notiert das Papier nur noch hauchdünn über dem Jahrestief von 109,00 Euro. Fällt diese Unterstützung, droht eine Ausweitung des Ausverkaufs. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 38 Prozent an Wert verloren.

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