Ceres Power Aktie: 33-Prozent-Einbruch in 30 Tagen

Ceres Power verliert nach Analystenabstufung und schwacher Produktion massiv an Wert. Neue Hoffnung bietet der Energiebedarf von KI-Rechenzentren.

Auf einen Blick:
  • Kursverlust von 33 Prozent in 30 Tagen
  • Analysten stufen Aktie auf Verkaufen herab
  • Fokus auf Lizenzmodell mit Bosch und Doosan
  • KI-Rechenzentren als neuer Wachstumsmarkt

Ceres Power steht unter Druck. Nach einer starken Rallye im Frühjahr ist die Stimmung am Markt gekippt. Investoren ziehen derzeit massiv Kapital ab.

Innerhalb der letzten 30 Tage brach der Kurs um fast 33 Prozent ein. Ein zaghafter Erholungsversuch scheiterte am Donnerstag kläglich. Nun notiert das Papier bei 4,54 Euro — ein Sturz unter die langfristig bedeutende 200-Tage-Linie.

Analysten ziehen die Reißleine

Das Brokerhaus Panmure hat die Aktie jüngst auf „Verkaufen“ herabgestuft. Die Experten verweisen auf operative Hürden bei der Fertigung der Festoxid-Brennstoffzellen. Es dauert offenbar länger als gedacht, bis Kosten und Erträge in ein stabiles Gleichgewicht kommen.

Diese Skepsis belastet den Kurs schwer. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 10,48 Euro im Mai hat sich der Börsenwert mehr als halbiert. Die anfängliche Begeisterung über den Wasserstoff-Boom weicht einer nüchternen Bewertung der industriellen Realität.

Hoffnungsträger Rechenzentren

Parallel dazu forciert das Management sein schlankes Lizenzmodell. Große Partner wie Bosch oder Doosan übernehmen die industrielle Massenfertigung der Technologie. Ceres selbst konzentriert sich auf die technologische Weiterentwicklung.

Ein neuer Treiber könnte der enorme Energiebedarf für Künstliche Intelligenz sein. Dezentrale Kraftwerke in Rechenzentren gelten als lukrativer Zukunftsmarkt für Brennstoffzellen. Um diesen Technologietransfer zu finanzieren, schloss Ceres im Juni eine Kapitalerhöhung über 100 Millionen Pfund ab.

Die kurzfristige Unsicherheit bleibt jedoch hoch. Mit einer annualisierten Volatilität von rund 98 Prozent müssen Investoren weiterhin mit heftigen Schwankungen rechnen. Im September veröffentlicht Ceres den Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2026. Diese Bilanz wird zeigen, wie weit die Lizenzerträge aus der Asien-Pazifik-Region tatsächlich vorangeschritten sind.

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