Der mexikanische Baustoffkonzern Cemex hat die Haftungsstruktur für einen Teil seiner Verbindlichkeiten am Heimatmarkt neu geordnet. Wie das Unternehmen über ein Pflichtdokument bei der US-Börsenaufsicht SEC mitteilte, wurde das regulatorische Verfahren zur Freigabe von drei Konzerntöchtern als Garantiegeber für zwei langfristige Anleihetranchen erfolgreich abgeschlossen. Cemex Corp. fungiert für die betreffenden Papiere fortan als alleiniger Garantiegeber.
Drei operative Einheiten aus der Haftung entlassen
Gegenstand der Anpassung sind zwei an der mexikanischen Börse platzierte Anleiheserien mit einem ausstehenden Gesamtnennbetrag von zusammen 14 Milliarden mexikanischen Pesos. Die Tranche CEMEX 23-2L weist dabei ein Volumen von 8,5 Milliarden Pesos auf, während die Serie CEMEX 26 ein ausstehendes Volumen von 5,5 Milliarden Pesos umfasst.
Aus den Garantievereinbarungen beider Emissionen wurden die Tochtergesellschaften Cemex Concretos, Cemex Operaciones México sowie die Cemex Innovation Holding entlassen. Das Zustimmungsverfahren mit der mexikanischen Nationalen Banken- und Wertpapierkommission ist damit beendet. Durch den Schritt bündelt der Konzern die Garantiepflichten unmittelbar bei der Konzernmutter Cemex Corp.
Vorherige Rückzahlung einer fälligen Tranche
Ursprünglich war die Freigabe der drei Einheiten auch für eine weitere Anleiheserie vorgesehen. Für die Tranche CEMEX 23L, die einen Gesamtnennbetrag von 3 Milliarden Pesos umfasste, wurde der formale Freigabeprozess jedoch nicht mehr vollzogen. Der Grund: Die Papiere erreichten zum 1. Oktober planmäßig ihr Laufzeitende und wurden vom Unternehmen fristgerecht und vollständig getilgt.
Mit dem Abschluss der Transaktion setzt Cemex die bereinigte Kapitalstruktur auf Unternehmensebene um. Die Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern der beiden verbleibenden Serien konzentrieren sich nun auf die Dachgesellschaft, wodurch mehrfache konzerninterne Haftungslinien wegfallen.
Aktie gibt im Tagesverlauf nach
Am Aktienmarkt spiegelte sich die Neuordnung der Anleihestruktur zuletzt in einer spürbaren Gegenbewegung wider. Nachdem die Papiere an der mexikanischen Börse am Vortag noch zulegen konnten, verzeichnet der Titel heute einen Abschlag von 3,2 Prozent auf 17,39 mexikanische Pesos.
Der heutige Rücksetzer fügt sich in ein anhaltend herausforderndes Börsenjahr ein. Seit Jahresanfang summiert sich das Kursminus der CEMEX-Aktie auf 16 Prozent, womit der Titel den Druck im zyklischen Baustoffsektor weiterhin widerspiegelt.
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