Die geplante Übernahme von Ceconomy durch den chinesischen E-Commerce-Giganten JD.com wackelt gewaltig. Österreich macht dem 2,2 Milliarden Euro schweren Deal einen Strich durch die Rechnung. Die Behörden in Wien verweigern bislang die Genehmigung und stellen damit die gesamte Transaktion für Europas größten Elektronikhändler in Frage.
Ceconomy selbst äußerte sich am Freitag in einer Stellungnahme deutlich. Die ausländische Direktinvestition in Österreich sei noch nicht genehmigt. Es sei derzeit unklar, ob und wann eine solche Freigabe überhaupt erfolgen werde. Das österreichische Wirtschaftsministerium habe Bedenken geäußert und lehne es ab, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Das ist ein herber Rückschlag für JD.com, das sich mit der Übernahme breiter in Europa aufstellen wollte. Die Chinesen wollten sich damit Zugang zu einem etablierten Vertriebsnetz mit Marken wie Media Markt und Saturn sichern. Doch die politischen Hürden erweisen sich als höher als gedacht.
Ceconomy AG Aktie Chart
Wien stellt sich quer und gefährdet den Milliarden-Deal
Die Blockade aus Österreich wiegt schwer. Ohne grünes Licht aus Wien kann der gesamte Deal nicht über die Bühne gehen. Ceconomy betont zwar, weiterhin im Gespräch mit dem Ministerium zu bleiben. Doch die klare Absage der Österreicher, überhaupt in einen Lösungsprozess einzusteigen, lässt wenig Raum für Optimismus.
Für Investoren bedeutet das maximale Unsicherheit. Die Übernahme galt als ausgemachte Sache, nun steht plötzlich alles auf der Kippe. JD.com wird sich überlegen müssen, ob man ohne Österreich weitermachen kann oder ob der Deal komplett platzt.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Wien noch einlenkt oder ob dieser Milliarden-Deal am Widerstand eines einzigen Landes scheitert. Ceconomy-Aktionäre sollten sich auf weitere Turbulenzen einstellen.
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