CATL hat seine Lieferkette ins Visier genommen: Ab 2027 müssen Zulieferer verpflichtend Daten zum CO2-Fußabdruck vorlegen, wer besser abschneidet, erhält günstigere Konditionen. Der Batteriehersteller reagiert damit auf einen zentralen Befund seiner eigenen Klimabilanz – mehr als 80 Prozent der Emissionen über den Lebenszyklus einer Batterie entstehen laut Unternehmensangaben in der Zulieferkette, nicht in der eigenen Fertigung.
Der Konzern hatte bereits vor rund einer Woche verkündet, seine Kernbetriebe seien bis Ende 2025 klimaneutral, alle 20 Batteriewerke zertifiziert. Die neuen Vorgaben für Zulieferer markieren nun den nächsten Schritt hin zum erklärten Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Für Kunden aus der Automobil- und Energiebranche, die zunehmend auf CO2-Bilanzen ihrer Zulieferer achten, ist das ein handfestes Verkaufsargument.
Direktvertrieb über CATL Mall gewinnt an Fahrt
Parallel zur Nachhaltigkeitsoffensive baut CATL den direkten Vertriebskanal aus. Mehr als 1.800 Speicherunternehmen haben sich laut Medienberichten mittlerweile auf der Plattform CATL Mall registriert, über die das Unternehmen LFP-Zellen direkt anbietet – zu einem Preis von 423 Yuan je Kilowattstunde, umgerechnet etwa 63 US-Dollar.
Ergänzend listet die Plattform aktualisierte Speichermodule und Container. Der Direktvertrieb verkürzt die Absatzwege und dürfte die Marktposition von CATL im hart umkämpften Speichergeschäft festigen.
Auf der Partnerschaftsseite bleibt CATL aktiv: Mit Schaeffler unterzeichnete der Konzern vor rund einer Woche ein Memorandum, um gemeinsam Batteriemanagementsysteme und integrierte „X-in-1“-PowerBox-Lösungen zu entwickeln – aufbauend auf einem bereits gesicherten Kundenprojekt in Europa.
Zudem einigten sich CATL und Dongfeng Liuzhou Motor auf eine fünfjährige Kooperation im Bereich Nutzfahrzeugtechnologie, die auch Batteriewechsel-Modelle umfasst.
Feststoffbatterien und Lithiummine als Baustellen
Technologisch peilt CATL für 2027 den Beginn der Pilotproduktion von Feststoffbatteriezellen an – ein Schritt von der Laborphase hin zu Pilotlinien und Straßenerprobung. Solche Zellen gelten als möglicher nächster Sprung in der Energiedichte gegenüber heutigen Lithium-Ionen-Batterien.
Ein Wermutstropfen bleibt die Lithiummine Jianxiawo: Reuters berichtete Anfang August, die Anlage sei weiterhin geschlossen, nachdem staatliche Medien zunächst Wartungsarbeiten als Grund genannt hatten – tatsächlich stehe eine ausstehende Umweltgenehmigung im Weg. Die Situation dürfte die Rohstoffversorgung des Konzerns zumindest temporär belasten.
Kurs pendelt um gleitende Durchschnitte
An der Börse notiert die CATL-Aktie aktuell bei 389,64 Yuan und damit 0,4 Prozent leichter als am Vortag. Über die vergangene Woche hat das Papier 2,6 Prozent verloren, bewegt sich damit aber weiterhin dicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 386,66 Yuan.
Vom Rekordhoch aus dem Mai ist der Titel noch rund 17 Prozent entfernt, seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 6,1 Prozent zu Buche. Die Vielzahl operativer Fortschritte – von der Zulieferkette über den Direktvertrieb bis zur Batterietechnologie – trifft damit auf einen Kurs, der sich derzeit eher konsolidiert als dass er neue Höhen anstrebt.
Contemporary Amperex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Contemporary Amperex-Analyse vom 24. August liefert die Antwort:
Die neusten Contemporary Amperex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Contemporary Amperex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Contemporary Amperex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
